
Koliai
318 × 150 cm
1.574 €














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Dies ist ein Koliai, ein Stammesteppich der Kurden aus dem Songhor-Bezirk im Westen Irans, entstanden in der weiteren Knüpfzone von Kermanshah. Mit 271 mal 169 Zentimetern gehört er zu den mittelgroßen Stücken dieser Herkunft, geknüpft von Nomadenstämmen, die ihre Muster nicht von einer Vorlage abzeichneten, sondern aus dem Gedächtnis webten. Koliai-Teppiche sind für ihre feste Knüpfung, ihren hohen Flor und eine satte, lebendige Farbpalette bekannt, die eher geerdet als zurückhaltend wirkt.
Der erste Eindruck ist ein dichtes, ziegelrotes Feld, über dem ein mehrschichtiges, treppenartig aufgebautes Medaillon zu schweben scheint. Wo andere Koliai-Teppiche ein einzelnes, klar umrissenes Medaillon zeigen, staffeln sich hier gleich mehrere gestufte Rautenformen ineinander, in Creme, Marineblau und einem gedeckten Korallton, mit Anhängern nach oben und unten. Das rote Grundfeld selbst ist keineswegs leer, sondern übersät mit kleinen Botehs und Rauten, dazwischen Tupfer aus Grün, Senfgelb und Altrosa. Den Abschluss bildet eine breite, marineblaue Bordüre mit kammartigen Boteh-Motiven und kleinen Blüten, die gut ein Fünftel der Teppigbreite einnimmt und sich kräftig vom roten Feld absetzt.
Diese Fülle an Ebenen ist kein Zufall der Musterwahl, sondern eine Frage der Knüpfung selbst. Mit 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter erlaubt die Dichte genug Auflösung, um mehrere ineinandergeschachtelte Rautenschichten sauber gegeneinander abzusetzen, statt sie zu einer einzigen groben Form verschwimmen zu lassen. Für den Flor wurde handgesponnene Bergwolle verwendet, reich an Lanolin, wie sie Herdentiere auf den Hochweiden West-Irans liefern; sie gibt der Oberfläche den charakteristischen matten Glanz und macht den Teppich, bei zwölf Millimetern Florhöhe, robust genug für ein langes Teppichleben. Die Baumwollkette, typisch für die späteren Stücke dieser Herkunft, hält das Geknüpfte formstabil, während die Wolle selbst die Farbtiefe trägt.
In einem Wohnzimmer entfaltet dieser Teppich seine Wirkung am besten unter einer Sitzgruppe, wo das Ziegelrot dunklem Holz und ledernen Möbeln standhält, ohne sich unterzuordnen. Auf hellem Boden erwärmt es den Raum sofort, und die vielschichtige Zeichnung des Medaillons sorgt dafür, dass der Blick immer wieder neu ansetzt, statt sich an einer einzigen Form zu erschöpfen. Unter den Füßen ist er fest und dicht, gemacht für ein Zimmer, das tatsächlich genutzt wird, nicht nur betrachtet. Wenn Licht flach über die Wolle fällt, wandert der matte Glanz über das rote Feld, und genau dann zeigt sich, wie viele Schichten dieses eine Medaillon eigentlich hat.
Mehr über Koliayie-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 271 × 169 cm (4,58 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 4,58 m² sind das rund 0,9 bis 1,1 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 188138