
Gabbeh
329 × 247 cm
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Dies ist ein Gabbeh aus dem Zagros-Gebirge im Süden Irans, handgeknüpft, 339 mal 246 Zentimeter groß. Gabbeh-Teppiche werden traditionell von Nomadinnen für den eigenen Gebrauch geknüpft, aus dem Gedächtnis, und sind für ihre kühnen, stark vereinfachten Motive bekannt — grafische Formen auf dickem, glänzendem Wollflor. Dieses Stück geht noch einen Schritt weiter: Es verzichtet ganz auf ein Motiv.
Das Feld ist ein warmes Camelbeige, durchgehend und ohne Zeichnung. Erst beim genaueren Hinsehen zeigt sich, dass die Fläche nicht ganz gleichmäßig ist: feine horizontale Streifen ziehen sich durch das Beige, dort wo das handgesponnene Garn minimal in der Stärke wechselt. Ein einzelner dunklerer Braunton blitzt vereinzelt im Feld auf und kehrt in der schmalen Bordüre wieder, die kaum breiter ist als eine Fingerbreite und sich farblich fast unmerklich vom Feld abhebt. Die Oberfläche ist matt, ohne Glanzrichtung, ruhig wie das ganze Stück.
Diese leise Bewegung im Feld kommt direkt aus der Handarbeit. Die Wolle wurde von Hand gesponnen, nicht maschinell, und das Garn ist deshalb nie ganz gleich dick — genau diese Schwankungen erzeugen die feinen Streifen im Feld. Mit 72.000 bis 90.000 Knoten pro Quadratmeter ist die Knüpfung für einen Gabbeh typisch: gröber als bei einem feinen Städteteppich, doch genau deshalb lässt sich ein dicker Flor von 18 Millimetern Höhe knüpfen, der sich weich und voll anfühlt. Eine einzelne Weberin hat monatelang daran gearbeitet, ganz ohne gezeichnete Vorlage.
Ein Teppich dieser Größe gehört unter die Sitzgruppe im Wohnzimmer oder unter den Esstisch. Das warme Camelbeige hält helle Böden freundlich und wirkt neben dunklen Möbeln wie ein ruhiger Grund. Unter den Füßen ist der Flor dick und weich, gemacht, um darauf zu leben, nicht um ihn zu schonen. Bei seitlichem Licht zeigen sich die feinen Streifen im Garn — ein leises Spiel, das der Teppich immer wieder neu zeigt.
Mehr über Gabbeh-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Handwerklich gefertigt
Mit 339 × 246 cm (8,34 m²) ist das ein sehr großer Teppich. Er trägt eine ganze Sitzgruppe, mit allen Möbelfüßen darauf, oder einen Esstisch samt zurückgeschobener Stühle. In einem kleinen Raum wird er zum Boden statt zum Teppich.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 72.000 bis 90.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 8,34 m² sind das rund 600.000 bis 750.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 191568