
Kerman Ravar | Exclusive
341 × 249 cm
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Ein Ravar-Kerman aus der Stadt Ravar unweit von Kerman, 242 mal 149 Zentimeter, gearbeitet in jener Tradition, die im Sammlermarkt oft unter dem Namen Lavar Kerman gehandelt wird. Seit der Qajar-Zeit stehen Teppiche aus dieser Gegend für die feinste Ausprägung persischer Knüpfkunst, oft signiert von Weber oder Auftraggeber, und genau darauf beruht ihr Ruf als nachvollziehbare Erbstücke. Was dieses Stück von der gewohnten Kerman-Eleganz unterscheidet, zeigt sich erst im Bild selbst.
Der erste Eindruck ist ein zartes Salbeigrün, das in ein elfenbeinfarbenes Feld übergeht, und darauf schwebt ein großes ovales Medaillon. Darin entfaltet sich kein gewöhnliches Rankenwerk, sondern ein dicht blühender Lebensbaum, zwischen dessen Zweigen kleine Vögel und figürliche Gestalten zu erkennen sind, umgeben von korallrosa Blüten und blassblaugrauen Blättern. Diese erzählerische Bildszene innerhalb des Medaillons macht aus dem Stück einen Bildteppich, kein reines Allover-Muster. Den Rahmen bildet eine breite, tiefdunkle Bordüre in marineschwarzem Ton, dicht mit korallfarbenen Blüten bestückt, von schmalen cremefarbenen Guardstreifen begleitet, und dieser dunkle Ring nimmt der ganzen Komposition nichts von ihrer Leichtigkeit, sondern trägt sie.
Handgeknüpft aus handgesponnener Wolle auf einer Kette aus Baumwolle, erreicht der Flor eine Dichte von 321.000 bis 380.000 Knoten pro Quadratmeter. Diese Feinheit ist es, die eine Szene wie diese überhaupt möglich macht: Nur bei so kleinteiligem Knoten lassen sich Vogelflügel, Zweige und kleine Gestalten so klar zeichnen, dass sie aus der Distanz noch als Figuren lesbar bleiben und nicht zu Flecken verschwimmen. Bei einer Florhöhe von zwölf Millimetern bleibt die Oberfläche kurz und glatt genug, dass jede Kontur scharf steht, mit dem leichten Glanz, den handgesponnene Wolle in dieser Dichte annimmt.
In einem Wohn- oder Esszimmer, unter einem Sofatisch oder als Mittelpunkt einer Sitzgruppe, entfaltet das Salbeigrün seine ganze Ruhe, besonders auf hellem Boden, während die korallroten Blüten selbst gegen dunkles Holz oder schwarzes Leder Wärme behaupten. Unter den Füßen fühlt sich der Teppich dicht und fest an, gemacht, um im Alltag zu liegen und nicht nur betrachtet zu werden. Wandert das Licht über den Nachmittag durch den Raum, wechselt der Baum im Medaillon sein Gesicht von Stunde zu Stunde, und genau darin liegt die Freude, die dieses Stück Tag für Tag bereithält.
Mehr über Ravar-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Herausragende Handwerkskunst
Mit 242 × 149 cm (3,61 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 321.000 bis 380.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 3,61 m² sind das rund 1,2 bis 1,4 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 249297