
Nain 9La | Exclusive | With Silk · mit Seide
302 × 242 cm
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Ein Nain aus dem Zentraliran, 299 mal 197 Zentimeter, aus jener Stadtmanufaktur-Tradition, die für ihre Feinheit und ihre Seidenhighlights auf Wollgrund berühmt geworden ist. Nain-Teppiche werden nach ihrer Knüpffeinheit in La-Stufen eingeteilt, und schon mit bloßem Auge erkennt man hier die für diese Herkunft typische Präzision der Zeichnung. Ungewöhnlich ist bei diesem Stück allerdings die Farbgebung, denn das sonst kräftige Elfenbein-Blau-Spektrum ist hier auf ein Minimum heruntergedimmt.
Der erste Eindruck ist beinahe tonal: ein cremeweißes Feld, aus dem sich ein Medaillon nur zart abzeichnet, umspielt von rankendem Blattwerk, das sich über die gesamte Fläche zieht. Die Farbakzente kommen in gedämpftem Graublau und Stahlblau, mit vereinzelten Tupfen Altrosa und feinen dunklen Konturlinien, die den Blüten Halt geben, ohne sie hervorzuheben. Eine breite, mehrbändige Bordüre aus demselben floralen Rankenwerk fasst das Feld ein, in Elfenbein und Graublau gehalten, mit so wenig Kontrast zum Grund, dass sie sich eher andeutet als abgrenzt. Wo klassische Nain-Medaillons oft in Rot oder Gold aufleuchten, bleibt hier alles in derselben ruhigen Tonlage.
Diese Zurückhaltung ist Ergebnis der Knüpfarbeit selbst. Bei einer Dichte von 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter lässt sich jede Ranke, jedes Blütenblatt mit einer Schärfe zeichnen, die eine gröbere Knüpfung gar nicht zuließe – erst die feine Wolle mit Seideneinschlag erlaubt Linien so dünn, dass Farbübergänge weich wirken statt hart. Die Baumwollkette hält das Muster exakt in Form, während der niedrige, zwölf Millimeter hohe Flor jede Kontur an der Oberfläche sichtbar hält, statt sie im Flor zu verlieren. So entsteht aus vielen tausend Einzelknoten ein Bild, das trotz seiner Detailfülle ruhig bleibt.
In einem Wohn- oder Esszimmer mit heller Möblierung nimmt dieser Teppich keine Konkurrenz auf, sondern legt eine sanfte, warme Fläche unter den Raum, die auch unter einem dunklen Esstisch oder neben tiefen Polstermöbeln nichts von ihrer Ruhe verliert. Unter den Füßen ist er dicht und fest, ohne hart zu wirken, und seine gleichmäßige, feine Knüpfung erträgt durchaus den täglichen Weg durchs Zimmer. Wandert das Nachmittagslicht über die Fläche, fängt der leichte Seidenglanz die Konturen des Medaillons ein und lässt sie kurz aufscheinen, bevor sie sich wieder ins Elfenbein zurückziehen – ein Wechselspiel, das man in diesem Zimmer noch lange nicht müde wird zu beobachten.
Mehr über Nain-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Herausragende Handwerkskunst
Mit 299 × 197 cm (5,89 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,89 m² sind das rund 2,6 bis 2,9 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Dieser Flor enthält Seide und ist damit empfindlicher als reine Wolle. Saugen Sie ohne rotierende Bürste und in Florrichtung, klopfen Sie ihn nicht aus, und legen Sie ihn nicht in dauerhaft direkte Sonne. Flecken sofort mit einem hellen Tuch abtupfen, nie reiben. Für die Grundreinigung gehört ein seidenhaltiger Teppich in fachkundige Hände — wir übernehmen das für Stücke aus dem Haus.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 458435