
Nain 9La | Exclusive | With Silk · mit Seide
243 × 164 cm
3.600 €














3.564 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Nain aus dem Zentraliran, 300 mal 198 Zentimeter, auch als Na'in geschrieben – eine Stadtmanufaktur, die erst im zwanzigsten Jahrhundert zu einem der angesehensten Namen unter den Perserteppichen wurde. Nain-Teppiche werden nach ihrer Feinheit in La-Stufen eingeteilt, ihr Markenzeichen sind zarte Seidenhighlights auf dichter Wolle, meist in Elfenbein und Blau. Dieses Stück zeigt genau diese Kombination, doch mit einer Bordüre, die deutlich mehr Raum beansprucht als gewöhnlich.
Der erste Eindruck ist ein großes, cremefarbenes Medaillon, das auf tiefem Marineblau leuchtet. Um es herum ranken sich florale Schlingpflanzen, dicht gesetzt und in hellem Blau und Grau gezeichnet, mit vereinzelten Tupfern aus Rostrot und Braun. An den vier Ecken des Feldes wiederholen sich die äußeren Blütenblätter des Medaillons in kleinerem Maßstab, fast wie ein leises Echo. Den Abschluss bildet eine breite, mehrbändige Bordüre in Creme, dicht gefüllt mit Palmetten und Rosetten – sie nimmt fast ein Fünftel der Teppichbreite ein und hält dem dunklen Feld mühelos die Waage.
Geknüpft wurde dieser Nain von Hand, auf einer Kette aus Baumwolle, mit einem Flor aus Wolle und Seide – rund 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter. Seide lässt sich feiner verspinnen als Wolle, deshalb kann sie enger geknüpft werden, und genau diese Fäden zeichnen die schmalen Linien der Arabesken und die Konturen der Bordüre so klar nach. Bei zwölf Millimetern Florhöhe bleibt die Musterung dabei scharf, statt in der Wolle zu verschwimmen – die Voraussetzung für eine Bordüre, die so viel Zeichnung trägt, ohne unruhig zu wirken.
Dieser Nain gehört unter den Esstisch oder vor eine Sofagruppe im Wohnzimmer. Das Marineblau hält dunklen Möbeln stand, während das cremefarbene Elfenbein der Bordüre den Raum aufhellt, auch bei wenig Tageslicht. Der dichte Wollflor liegt fest und griffig unter den Füßen und verträgt den täglichen Gebrauch, ohne an Zeichnung zu verlieren. Wandert die Sonne über den Raum, blitzen die Seidenfäden im Muster kurz auf und verschwinden wieder.
Mehr über Nain-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Außergewöhnlich feines Gewebe
Mit 300 × 198 cm (5,94 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,94 m² sind das rund 2,6 bis 3,0 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Dieser Flor enthält Seide und ist damit empfindlicher als reine Wolle. Saugen Sie ohne rotierende Bürste und in Florrichtung, klopfen Sie ihn nicht aus, und legen Sie ihn nicht in dauerhaft direkte Sonne. Flecken sofort mit einem hellen Tuch abtupfen, nie reiben. Für die Grundreinigung gehört ein seidenhaltiger Teppich in fachkundige Hände — wir übernehmen das für Stücke aus dem Haus.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 462120