
Gabbeh Loribaft
331 × 249 cm
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Ein Lori-Pars aus dem Zagros-Gebirge im Süden Irans, auch Luri geschrieben, 230 mal 174 Zentimeter groß. Diese Nomadenknüpfung ist für kühne, aus dem Gedächtnis geknüpfte Muster und satte, erdige Farben bekannt – Motive, die die Weberinnen der Lori nie von einer Vorlage, sondern immer aus eigener Erinnerung entwickeln. Dieses Stück nimmt sich der Tradition an, spricht sie aber in einem ruhigen, fast zurückhaltenden Ton.
Der erste Eindruck ist ein warmes Sandbeige, das über die Fläche in leichten Helligkeitswechseln wandert. Darüber liegt ein klares Gitter aus quadratischen Feldern, jedes von einer schmalen, fein gesprenkelten taupe-braunen Linie eingefasst. Kein Medaillon, kein florales Rankwerk unterbricht die Ordnung – die Fläche bleibt Fenster an Fenster, ruhig und grafisch. Die äußere Bordüre bleibt bewusst schlicht, kaum heller oder dunkler als das Feld selbst, sodass sie das Gitter rahmt, ohne es einzuengen. Über allem liegt eine matte, leicht genarbte Oberfläche, die dem Licht keinen Glanz, aber Tiefe gibt.
Geknüpft wurde dieser Teppich aus handgesponnener Wolle auf einer Kette aus Naturwolle, mit einer Knotendichte von 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter – solide für eine Lori-Arbeit und Grund für den festen Stand des Flors. Weil das Garn von Hand versponnen ist, schwankt seine Stärke minimal, und genau das erzeugt die zarten Helligkeitswechsel im Beige. Das Gittermuster entstand ohne gezeichnete Vorlage, allein aus der Erfahrung der Weberin; kleine Abweichungen in der Linienführung sind ihre Handschrift. Bei elf Millimetern Florhöhe bleibt die Oberfläche griffig und dicht zugleich.
Mit seiner Größe passt dieser Lori-Pars gut ins Wohnzimmer, unter eine Sitzgruppe, oder in ein ruhiges Schlafzimmer vor das Bett. Das sandige Beige wirkt dort warm, auch bei bedecktem Himmel, während die feinen braunen Linien genug Struktur geben, um neben klaren, modernen Möbeln zu bestehen. Unter den Füßen ist der Flor dicht und griffig, gemacht für den täglichen Gebrauch. Wandert die Sonne über den Raum, zeichnen sich die Tonwechsel im Beige sanft nach.
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Feines Qualitätsgewebe
Mit 230 × 174 cm (4,00 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 4,00 m² sind das rund 0,8 bis 1,0 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 661383