
Gabbeh Kashkuli | Exclusive
324 × 250 cm
9.750 €














2.040 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Dieser Teppich ist ein Kashkuli, auch Keshkuli geschrieben, geknüpft von den Qashqai im Süden Irans, in der Provinz Fars, und misst 205 mal 152 Zentimeter. Innerhalb der nomadischen Webwelt gilt die Kashkuli-Linie als die feinste: ein Knüpfgrad, der für Stammesarbeiten ungewöhnlich dicht ist, gepaart mit einem Gespür für Zeichnung, das sonst eher den Werkstätten der Städte vorbehalten bleibt.
Auf cremefarbenem Grund liegt ein Raster aus vierundzwanzig kleinen Feldern, jedes in einer eigenen Farbe gehalten – Terrakotta, Indigo, Ochergold, Tiefschwarz. In jedem dieser Kompartimente sitzt ein eigenes Botteh-Motiv, leicht geschwungen, wie ein kleiner Garten im Garten. Das Ergebnis wirkt weniger wie das übliche Rapportmuster persischer Teppiche als wie ein Patchwork aus Farbflächen, das sich wiederholt, ohne eintönig zu werden. Eine breite Bordüre in Rostrot rahmt das Feld, durchzogen von gestuften geometrischen Medaillons in Marineblau, Creme und Schwarz, die sich kräftig vom hellen Innenfeld abheben.
Möglich wird diese Ordnung durch die außergewöhnliche Sorgfalt der Kashkuli-Knüpferinnen: Mit 128.000 bis 160.000 handgeknüpften Knoten pro Quadratmeter liegt die Dichte deutlich über dem, was man von einer Nomadenknüpfung erwartet, bei der das Muster allein aus dem Gedächtnis entsteht, ohne Vorlage, auf einem tragbaren Webstuhl. Nur eine so feine Knüpfung erlaubt es, vierundzwanzig einzelne Felder sauber gegeneinander abzugrenzen, ohne dass die Konturen verschwimmen. Die Kette aus Baumwolle hält die Form über Jahrzehnte stabil, während der Flor aus handgesponnener Wolle mit zwölf Millimetern Höhe dem Teppich seine samtige, fast plastische Oberfläche gibt.
Auf dieser Größe findet der Teppich seinen Platz im Wohnzimmer vor dem Sofa oder im Schlafzimmer, wo die Farbfelder morgens das erste Licht auffangen. Das helle Elfenbein hebt den Raum an, während die Farbblöcke Ruhe und Lebendigkeit zugleich hineinbringen. Unter den Füßen fühlt er sich dicht und angenehm weich an, gemacht, um darauf zu leben, nicht um ihn zu schonen. Wandert das Licht über die Fläche, verändert sich das Zusammenspiel der Farben immer wieder ein wenig.
Mehr über Lori-Kashkouli-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Traditionelles Gewebe
Mit 205 × 152 cm (3,12 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 3,12 m² sind das rund 400.000 bis 500.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 878758