
Bidjar
294 × 196 cm
3.456 €














3.474 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Bidjar aus den kurdischen Regionen Westpersiens, 294 mal 197 Zentimeter, neu geknüpft und doch aus einer Tradition, die seit Generationen für ihre Dichte berühmt ist. Man nennt diese Teppiche die eisernen Teppiche Persiens, weil ihre Struktur so fest gepresst ist, dass sie nicht gefaltet, sondern nur gerollt werden können. Geknüpft wurde er, wie es bei dieser Herkunft üblich ist, aus dem Gedächtnis, ohne gezeichnete Vorlage, von Hand.
Der erste Eindruck ist ein tiefes Ziegelrot, das das gesamte Feld trägt. Darauf liegt ein gestuftes Medaillon, dreifach geschichtet: ein helleres Rot, ein dunklerer Rotring darum, und im Zentrum ein kleines navyfarbenes Kernmedaillon, fast wie eine Zielscheibe aufgebaut. Das Feld selbst ist von einem feinen Mahi-Gitter überzogen, in das sich zarte Akzente aus Altrosa, Salbeigrün und Stahlblau einfügen. An den vier Ecken bricht cremefarbenes Feld dieses Rot auf und führt das gleiche Gitter in helleren Tönen weiter. Den Abschluss bildet eine breite, navy-schwarze Bordüre mit einem Ranken- und Palmettenmuster in Rosa und Creme, dunkler als alles im Inneren und von deutlichem Gewicht.
Diese Klarheit hat mit der Knüpfung selbst zu tun. Mit 381.000 bis 440.000 Knoten pro Quadratmeter gehört dieser Bidjar zu den am dichtesten geknüpften Teppichen der persischen Tradition überhaupt, und diese Dichte ist es, die dem Medaillon seine scharfe Kontur gibt, statt es im Gitter des Feldes verschwimmen zu lassen. Der Flor, aus handgesponnener Wolle, wurde auf gerade 15 Millimeter geschoren, kurz genug, dass jede Linie der Zeichnung sauber stehen bleibt. Auf einer Kette aus Baumwolle entsteht so ein Gewebe, das schwer und substanziell in der Hand liegt, fest gebunden und kompakt bis in die letzte Reihe.
In einem Wohn- oder Esszimmer, unter einem Tisch oder vor einer Sitzgruppe, entfaltet dieses Rot seine ganze Wärme, besonders auf hellem Boden, wo es den Raum sofort erdet. Gegen dunkle Möbel behauptet es sich durch den Kontrast der cremefarbenen Ecken, die verhindern, dass das Muster in der Tiefe verschwindet. Unter den Füßen ist er dicht und fest, gemacht für Räume, die tatsächlich benutzt werden, nicht für solche, in denen man um Teppiche herumgeht. Wenn Licht flach über das Feld fällt, tritt das gestufte Medaillon noch klarer hervor, ein Effekt, der sich mit jedem Tageslicht wiederholt und nie langweilig wird.
Mehr über Bidjar-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Herausragende Handwerkskunst
Mit 294 × 197 cm (5,79 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 381.000 bis 440.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,79 m² sind das rund 2,2 bis 2,5 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 103255