
Bidjar
294 × 196 cm
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Ein Bijar, auch Bidjar geschrieben, aus den kurdischen Regionen Nordwestpersiens, 351 mal 245 Zentimeter — aus der Gedächtnisknüpfung der Nomadenteppiche jener Gegend hervorgegangen, die man dort seit jeher die „Eisernen Teppiche Persiens" nennt, weil ihre Dichte selbst starke Beanspruchung übersteht. Anders als die meisten Bijars, die ein durchgehendes Muster oder ein zentrales Medaillon zeigen, ist das Feld hier in klare horizontale Streifen gegliedert.
Aus der Nähe dominiert ein tiefes Ziegelrot, das sich mit cremefarbenen Bändern abwechselt, sodass der Blick in Reihen über den Teppich wandert statt sich auf einen Mittelpunkt zu richten. Kein Medaillon unterbricht diesen Rhythmus. In jedem Streifen sitzen dichte florale Ranken, durchsetzt von lachsrosa und mattem Petrol, die an ein blühendes Beet in geordneten Reihen erinnern. Eine breite Bordüre aus marineblauem Grund mit cremefarbenen Blütenranken schließt das Feld, flankiert von schmalen elfenbeinfarbenen Streifen und einem roten Außensteg — ein deutlicher, ruhiger Kontrast zum geordneten Rot-Creme-Rhythmus des Feldes.
Möglich wird diese klare Bänderung durch die Knüpfdichte von bis zu 500.000 Knoten pro Quadratmeter, eine der höchsten in der persischen Tradition. Seide im Flor lässt sich feiner verarbeiten als reine Wolle, und genau diese Feinheit hält die Streifenränder scharf, statt sie ineinander verlaufen zu lassen. Geknüpft wurde das Muster aus dem Gedächtnis, Reihe um Reihe, über Monate am Knüpfstuhl, sodass es die kleinen Abweichungen einer Hand trägt, die ohne Vorlage arbeitete. Auf Baumwollkette gebunden, bleibt der Teppich so dicht, dass man ihn nur rollen, nicht falten kann.
In einem Esszimmer oder unter einer großen Sofagruppe im Wohnzimmer kommt der Streifen-Rhythmus aus Rot und Creme zur Geltung. Auf hellem Holzboden erwärmt das Ziegelrot den Raum, gegen dunkle Möbel behauptet es sich mühelos. Unter den Füßen liegt der Flor fest und dicht, mit leichtem Seidenglanz, gemacht für ein Zimmer, das täglich benutzt wird und nicht nur betrachtet. Wandert das Licht über den Tag, wechselt der Glanz von Streifen zu Streifen.
Mehr über Bidjar-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Herausragende Handwerkskunst
Mit 351 × 245 cm (8,60 m²) ist das ein sehr großer Teppich. Er trägt eine ganze Sitzgruppe, mit allen Möbelfüßen darauf, oder einen Esstisch samt zurückgeschobener Stühle. In einem kleinen Raum wird er zum Boden statt zum Teppich.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 8,60 m² sind das rund 3,8 bis 4,3 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Dieser Flor enthält Seide und ist damit empfindlicher als reine Wolle. Saugen Sie ohne rotierende Bürste und in Florrichtung, klopfen Sie ihn nicht aus, und legen Sie ihn nicht in dauerhaft direkte Sonne. Flecken sofort mit einem hellen Tuch abtupfen, nie reiben. Für die Grundreinigung gehört ein seidenhaltiger Teppich in fachkundige Hände — wir übernehmen das für Stücke aus dem Haus.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 967427