
Gholtough
122 × 77 cm
795 €











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Ein Gholtough aus der kurdischen Kurdistanregion im Westen Irans, auch als Goltugh bekannt, 127 mal 74 Zentimeter, gehört zur dörflichen Knüpftradition zwischen Werkstatt und Nomadenzelt. Bekannt sind diese Stücke für kräftige, flächendeckende geometrische Muster in einer satten, erdigen Farbpalette. Was dieses Exemplar besonders macht, ist die Klarheit seiner Zeichnung: Ein einzelnes Medaillon tritt so scharf hervor, dass der Teppich beinahe grafisch wirkt, wo diese Herkunft sonst eher dicht und kleinteilig erscheint.
Das Feld leuchtet in warmem Ziegelrot, darauf verstreut kleine, diamantförmige Boteh-Füllungen, die den Grund beleben, ohne ihn unruhig zu machen. Aus diesem Rot hebt sich das stufenförmig gezackte Medaillon ab, in Elfenbein und Rostrot gehalten, mit einem grünen Oktagon als ruhigem Kern. Eine breite dunkelblaue Bordüre rahmt das Ganze, mit floralen Rautenmotiven in Rot, Creme und Grün, die deutlich vom roten Feld absetzen und gut ein Fünftel der Breite einnehmen.
Geknüpft ist der Teppich im symmetrischen Knoten auf einer Kette aus Baumwolle, der Flor aus handgesponnener Wolle, die nie ganz gleichmäßig ausfällt und der matten Oberfläche ihre leichte Textur gibt. Mit 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter liegt hier solide dörfliche Dichte vor, keine Werkstattfeinheit – doch genug, um die Kanten des Medaillons sauber zu ziehen, während das kleinteilige Feld frei aus dem Kopf geknüpft blieb. Genau das macht dieses Stück selten: eine Zeichnung, die so klar sitzt, wie man sie sonst nur von der Schablone kennt.
In dieser Größe passt er als Vorleger im Schlafzimmer oder als Blickfang in einem schmalen Flur, wo man ihn beim Vorbeigehen immer wieder sieht. Das Ziegelrot wärmt hellen Boden und behauptet sich auch neben dunklem Holz. Unter den Füßen ist er dicht und fest, der kurze Flor für den Alltag gemacht. Fällt Licht schräg darüber, tritt das grüne Oktagon im Medaillon noch klarer hervor – ein kleiner Teppich mit einer Zeichnung, die groß wirkt.
Bidjar-Teppiche stammen aus der Stadt Bijar in der Provinz Kurdistan im Nordwesten des Iran und sind berühmt als die „Eisenteppiche Persiens". Geknüpft mit dem symmetrischen (türkischen) Knoten auf Baumwollkette mit Doppelschuss, durchlaufen sie eine einzigartige Nasswebtechnik: Die Wolle wird während der Produktion befeuchtet und mit schweren Metallkämmen verdichtet, was eine außerordentlich dichte, feste Struktur erzeugt.
Das häufigste traditionelle Muster ist das Herati-Motiv (Mahi), eine Blume mit vier Blättern und kleinen fischartigen Elementen, oft kombiniert mit Medaillon-Designs. Die extreme Dichte bedeutet, dass Bidjar-Teppiche nicht gefaltet, sondern nur gerollt werden können, und ihr Flor steht über Jahrzehnte fest aufrecht.
Feines Qualitätsgewebe
Mit 127 × 74 cm (0,94 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 0,94 m² sind das rund 190.000 bis 230.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 106507