
Turkaman
137 × 103 cm
677 €













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Dies ist ein Turkmen-Teppich aus nomadischer Knüpfung, 137 mal 108 Zentimeter groß – ein Format, das sich noch auf einem tragbaren Webstuhl fertigen ließ, wie ihn die Nomadenstämme Zentralasiens über Generationen nutzten. Turkmenische Teppiche sind für ihre sich wiederholenden Göl-Medaillone bekannt, Stammesembleme, die von Clan zu Clan variieren und in dichter Knüpfung entstehen. Bei diesem Stück jedoch ist das Hauptmotiv nicht mittig gesetzt, sondern zur Seite verschoben – eine Abweichung von der sonst strengen Ordnung dieser Gattung.
Der erste Eindruck ist ein warmes Ziegelrot, das das gesamte Feld trägt. Darauf liegt ein Grund aus schmalen navyblauen Bändern, über den sich horizontale Reihen kleiner geometrischer Rauten und Hakenmotive in Elfenbein und Creme ziehen. Diesem regelmäßigen Rhythmus stellt sich ein großes, gestuftes Dreiecksmedaillon entgegen, das nicht zentriert, sondern klar zu einer Seite hin ausgerichtet ist und so eine diagonale Spannung in das Rechteck bringt. Mehrere schmale Bordüren in Rostorange, Creme und Navy mit eigenem Rautenmuster fassen das Feld ein, etwa ein Fünftel der Breite einnehmend, bevor ein ruhiges, einfarbig rotes Außenband den Abschluss setzt.
Geknüpft wurde dieser Teppich von Hand, mit handgesponnener Wolle auf einer Kette aus Baumwolle – bei einer Dichte von 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter eine Feinheit, die Wochen an Arbeit am Knüpfrahmen bedeutet und der Oberfläche ihre kompakte, leicht geriffelte Struktur gibt. Nomadische Weberinnen arbeiteten aus dem Gedächtnis, ohne gezeichnete Vorlage, und genau diese Freiheit erklärt die verschobene Position des Medaillons: kein Fehler, sondern eine bewusste Entscheidung innerhalb eines mündlich weitergegebenen Musters. Bei sechs Millimetern Florhöhe bleibt die Zeichnung dabei erstaunlich klar und scharf konturiert.
Im Schlafzimmer, neben dem Bett oder vor einer kleinen Sitzecke, entfaltet das Ziegelrot seine Wärme besonders auf hellem Holzboden, während die navyblauen Bänder und cremefarbenen Rauten das Auge immer wieder zu dem verschobenen Dreieck zurückführen. Der dichte, feste Flor liegt fest am Boden, federt unter dem Fuß angenehm nach und verträgt tägliches Barfußlaufen ohne Zurückhaltung. Wenn Morgenlicht flach über die Oberfläche fällt, zeichnen sich die schmalen Bordüren besonders klar ab – ein kleines Stück Nomadenarbeit, das seine eigene Ordnung behauptet.
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Außergewöhnlich feines Gewebe
Mit 137 × 108 cm (1,48 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,48 m² sind das rund 650.000 bis 740.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 877424