
Turkaman
137 × 108 cm
710 €













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Dies ist ein Gebetsteppich aus türkmenischer Nomadenknüpfung im Nordosten Irans, 137 mal 103 Zentimeter, ein Format für den privaten Gebrauch statt für den großen Raum. Turkmenische Teppiche – auch Turkoman oder Tekke genannt – sind für ihre sich wiederholenden Göl-Medaillons bekannt, jene stammeseigenen Zeichen, die sich sonst rhythmisch über das ganze Feld ziehen. Dieses Stück bricht mit der Regel: Statt der endlosen Reihung trägt es eine einzige, klar geführte Nische.
Aus der Nähe dominiert ein tiefes Ziegelrot, glühend und warm, wie es für Turkmen-Grundfarben typisch ist. Darin steigt eine scharf gestufte Diagonale in Elfenbein und dunklem Marineblau auf, eine Mihrab-Nische, die sich Stufe für Stufe verengt und genau auf ein kleines Diamant-Medaillon zuläuft. Innerhalb dieser Nische liegen waagerechte Bänder aus gehakten und rautenförmigen Göl-Motiven, dazu Spuren von Kamelbraun. Mehrere schmale, konzentrische Bordüren in Rot, Elfenbein und Marineblau umschließen das Feld, gerahmt von einem ruhigen, einfarbigen Ziegelrot-Band außen, zusammen etwa ein Fünftel der Teppichbreite.
Geknüpft wurde dieser Teppich von Hand, mit handgesponnener Wolle auf einer Kette aus Baumwolle, in einer Dichte von 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter. Diese Feinheit ist es, die die gestufte Linie der Nische so präzise stehen lässt, denn erst ein enges Knotenraster erlaubt scharfe Diagonalen statt ausgefranster Kanten. Der Flor bleibt mit sechs Millimetern niedrig, sodass die Zeichnung klar bleibt und nicht in der Wolle versinkt. Als neues Stück zeigt der Teppich seine Farben noch unverstellt kräftig, bevor Licht und Gebrauch sie über die Jahre sanft abmildern.
In diesem Format findet der Teppich seinen Platz im Schlafzimmer, als Vorleger vor dem Bett, oder im Arbeitszimmer vor dem Schreibtisch. Das Ziegelrot hält sich warm gegen helles Parkett und gibt dem Raum sofort einen Mittelpunkt, ohne ihn zu überladen. Unter den Füßen liegt er dicht und fest, gemacht für den täglichen Gebrauch, nicht für die Vitrine. Wandert das Licht über die Nische, wechseln Elfenbein und Marineblau zwischen Schärfe und Schatten, und genau dort bleibt der Blick hängen.
Mehr über Turkaman-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Außergewöhnlich feines Gewebe
Mit 137 × 103 cm (1,41 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,41 m² sind das rund 620.000 bis 710.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 291201