
Isfahan | Silk Warp | With Silk · mit Seide
227 × 145 cm
13.950 €













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Ein Isfahan aus dem Zentraliran, 222 mal 149 Zentimeter, aus jener Stadt, die die Perser einst „die Hälfte der Welt" nannten. Die Knüpferei dort arbeitet seit dem siebzehnten Jahrhundert nach festen Vorlagen, gezeichnet von einem Meister und dann Knoten für Knoten in Wolle und Seide übersetzt. Bekannt ist diese Schule vor allem für ihre Liniensicherheit – Muster, die aus der Nähe so ruhig wirken wie aus der Distanz.
Das Feld liegt in einem sandigen Camelbeige, warm und zurückhaltend zugleich, darüber ein diagonales Raster aus kleinen Blumensträußen, kaum lauter als der Grund selbst, auf dem sie stehen. Erst am Rand wird der Teppich gesprächig: eine ungewöhnlich breite Bordüre aus mehreren Bändern, in Elfenbein und Beige gehalten, mit dunkelblauen und schwarzen Blütenkartuschen, dazu ein schmaler Zickzackstreifen in Rot und Elfenbein als Wächter zum Feld hin. Zwischen der Stille der Mitte und dem Aufwand am Rand liegt eine deutliche Spannung – als hätte der Zeichner seine ganze Sorgfalt an den Rahmen gegeben und dem Bild selbst nur ein leises Flüstern erlaubt. In der unteren rechten Ecke trägt das Feld eine gewebte Signatur.
Möglich wird diese Genauigkeit durch die seidene Kette, auf der Wolle mit Seidenanteil verknotet ist. Seide lässt sich feiner spinnen als Wolle, und ein feinerer Faden erlaubt mehr Knoten auf derselben Fläche – hier zwischen 641.000 und 800.000 pro Quadratmeter. Das ist die Dichte, die eine so breite, vielbändige Bordüre überhaupt zeichenbar macht, ohne dass die Linien der Kartuschen verschwimmen. Bei sechs Millimetern Florhöhe bleibt die Oberfläche flach genug, dass der Glanz der Seide im Licht sichtbar bleibt, und die Handarbeit an dieser Knotenzahl bedeutet Monate an einem einzigen Webstuhl.
In einem Schlafzimmer oder vor einer Sitzgruppe im Wohnzimmer entfaltet dieser Teppich seine eigentliche Wirkung: Das Camelbeige nimmt das Licht auf und gibt es zurück, ohne den Raum zu dominieren, während die dunklen Bordürentöne einen Rahmen setzen, der auch neben kräftigeren Möbeln nicht verblasst. Unter den Füßen ist der Flor dicht und gleichmäßig, fest genug für tägliches Gehen, weich genug, um barfuß angenehm zu sein. Wandert das Tageslicht über die Fläche, tritt der leichte Seidenglanz im Muster kurz hervor und verschwindet wieder – ein Detail, das man mit den Jahren immer wieder neu entdeckt.
Mehr über Isfahan-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Außergewöhnlich feines Gewebe
Mit 222 × 149 cm (3,31 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 641.000 bis 800.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 3,31 m² sind das rund 2,1 bis 2,6 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Dieser Flor enthält Seide und ist damit empfindlicher als reine Wolle. Saugen Sie ohne rotierende Bürste und in Florrichtung, klopfen Sie ihn nicht aus, und legen Sie ihn nicht in dauerhaft direkte Sonne. Flecken sofort mit einem hellen Tuch abtupfen, nie reiben. Für die Grundreinigung gehört ein seidenhaltiger Teppich in fachkundige Hände — wir übernehmen das für Stücke aus dem Haus.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 109258