
Tabriz 60 Raj | Silk Warp | With Silk · mit Seide
249 × 197 cm
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Ein Täbris, auch als Tabriz geschrieben, aus der nordwestpersischen Weberhauptstadt gleichen Namens, 251 mal 167 Zentimeter groß. Täbris gilt seit Jahrhunderten als eine der führenden Adressen persischer Teppichkunst, berühmt für das präzise Medaillondesign und den kräftigen Kontrast zwischen Feld und Bordüre, der solche Stücke oft auf den ersten Blick erkennbar macht. Dieses Exemplar hält sich zurück: Es bleibt fast durchgehend in Creme- und Elfenbeintönen.
Der erste Eindruck ist ein warmes Elfenbein, aus dem sich feines florales Rankenwerk kaum vom Grund abhebt. Ein kleines zentrales Medaillon markiert die Mitte des Feldes, an den vier Ecken antworten passende Blütenbouquets, ohne dass ein dramatischer Gegensatz zwischen Medaillon und Zwickel entsteht. Salbeigrün, taubenblau, Camel und ein Hauch von Altrosa und Rost tauchen nur als leise Akzente in den Ranken auf. Die Bordüre bleibt in fast demselben Cremeton wie das Feld und wird von schmalen salbeigrünen und beigen Passepartout-Streifen gerahmt, sodass der Übergang zwischen Feld und Rand fließend bleibt.
Möglich wird diese Zurückhaltung durch die Technik: Täbris-Teppiche entstehen im symmetrischen, dem sogenannten türkischen Knoten, der ein festes, straffes Gewebe mit klaren Konturen ergibt. Die Kette aus Seide erlaubt einen deutlich engeren Knoten als Baumwolle, hier auf 501.000 bis 640.000 Knoten pro Quadratmeter – Monate an einem einzigen Webstuhl. Diese Dichte hält die feine Zeichnung scharf, obwohl die Farbe so zurückhaltend bleibt: Die Struktur trägt das Muster, nicht der Kontrast. Der Flor aus Wolle mit Seidenanteil, sieben Millimeter hoch geschoren, gibt den leichten Glanz in den Blüten. Signiert ist das Stück vom Meisterknüpfer Taraghi.
Im Wohnzimmer, unter einer Sitzgruppe oder vor dem Sofa, wirkt dieser Teppich als ruhiger Grund. Auf hellem Boden hält er die Helligkeit, neben dunklen Möbeln bleibt er zurückhaltend statt zu konkurrieren. Unter den Füßen ist er dicht und fest, mit einer feinen, glatten Oberfläche für den täglichen Gebrauch. Wenn Nachmittagslicht flach über die Fläche fällt, kommt der leichte Glanz in den Blüten hervor, und das feine Rankenwerk zeichnet sich deutlich ab.
Mehr über Täbris-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Außergewöhnlich feines Gewebe
Mit 251 × 167 cm (4,19 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 501.000 bis 640.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 4,19 m² sind das rund 2,1 bis 2,7 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Dieser Flor enthält Seide und ist damit empfindlicher als reine Wolle. Saugen Sie ohne rotierende Bürste und in Florrichtung, klopfen Sie ihn nicht aus, und legen Sie ihn nicht in dauerhaft direkte Sonne. Flecken sofort mit einem hellen Tuch abtupfen, nie reiben. Für die Grundreinigung gehört ein seidenhaltiger Teppich in fachkundige Hände — wir übernehmen das für Stücke aus dem Haus.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 126723