
Kelim Pars
287 × 201 cm
1.298 €










1.211 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Kelim Pars, auch Kilim Pars geschrieben, aus der iranischen Provinz Fars, 276 mal 195 Zentimeter, gewebt von den Qashqai oder verwandten Stammesgruppen des Südens. Diese Flachgewebe sind sonst für ihr lautes geometrisches Vokabular bekannt: kühne Rautenfelder, stilisierte Tiere, Clanzeichen in kräftigem Rot und Indigo. Dieses Stück schlägt einen anderen Ton an: ganz ohne Muster, ganz in gedecktem Beige.
Der erste Eindruck ist warmes Kamelbeige, durchzogen von feinen, dunkleren Streifen in Mokka und Taupe, die senkrecht über die gesamte Fläche laufen. Drei horizontale Bahnen sind deutlich zu erkennen, durch sichtbare Nähte voneinander getrennt – Spuren der einzelnen Webbreiten, die zusammengesetzt wurden. In der mittleren Bahn unterbricht ein helleres, elfenbeinfarbenes Rechteck die Streifung und setzt den einzigen bewussten Akzent im gesamten Feld. Eine umlaufende Bordüre fehlt; die Feldfarbe läuft bis zu einer schmalen, dunklen Webkante an allen vier Seiten.
Gewebt wurde dieser Kelim auf einem horizontalen Bodenwebstuhl, wie ihn nomadische Weberfamilien in Fars seit Generationen benutzen. Die Kette besteht aus Baumwolle, der Schuss aus handgesponnener Wolle – und genau diese Handspinnerei erzeugt die feinen vertikalen Streifen, weil kein Faden dem anderen exakt in Stärke und Drehung gleicht. Weil der tragbare Webstuhl nur eine begrenzte Breite zulässt, entstand das Stück in drei einzelnen Bahnen, die anschließend von Hand zusammengenäht wurden. Mit nur vier Millimetern Stärke bleibt das Gewebe leicht und geschmeidig, fast wie ein Tuch.
In dieser Größe gehört der Kelim ins Wohnzimmer oder Esszimmer, unter eine Sitzgruppe oder an den Rand eines Esstisches. Das ruhige Kamelbeige nimmt sich zurück und lässt Möbel, Bilder oder ein kräftiges Sofa wirken, ohne selbst um Aufmerksamkeit zu bitten. Er liegt flach und griffig, robust genug für viel Publikumsverkehr, und lässt sich dank der beidseitigen Webart bei Bedarf einfach wenden. Im Streiflicht des Nachmittags zeichnen sich die feinen Streifen und die Nähte der Webbahnen ab wie eine leise Handschrift.
Mehr über Kelims: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Mit 276 × 195 cm (5,38 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Nein — dieses Stück ist handgewebt, nicht geknüpft. Ein Flachgewebe hat keinen Flor: die Musterung entsteht allein aus Kette und Schuss. Das macht es dünn, leicht und auf beiden Seiten verwendbar, und es ist eine eigene Technik, keine einfachere Variante des geknüpften Teppichs.
Regelmäßig saugen, am besten in Richtung des Gewebes und ohne rotierende Bürste. Ein Flachgewebe lässt sich wenden, was den Verschleiß gleichmäßig verteilt — drehen Sie es ein- bis zweimal im Jahr. Flecken sofort mit klarem Wasser und einem hellen Tuch von außen nach innen abtupfen, niemals reiben.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 156935