
Azerbaijan
304 × 195 cm
3.914 €










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Ein Teppich aus der Provinz Aserbaidschan im Nordwesten Irans, auch als Azerbaijan-Teppich bekannt, 337 mal 240 Zentimeter, geknüpft in einer Region, deren Textilproduktion bereits arabische Geografen im 13. Jahrhundert dokumentierten. Sieben Webunterregionen liegen hier dicht beieinander, von dörflicher Handarbeit bis zu den feinen Werkstätten um Täbris, und alle teilen eine Bildsprache aus geometrischen Medaillons, eckigen Arabesken und satten, tiefen Grundfarben. Dieses Stück bleibt bei der tiefen Farbe, verzichtet aber auf das Medaillon zugunsten eines durchgehenden Gitters.
Der erste Eindruck ist ein tiefes Marineschwarz, dicht überzogen von einem feinen Rautengitter im Mahi-Muster. Zwischen den Rauten sitzen kleine rosa Blütenbouquets, die sich rhythmisch über die gesamte Fläche wiederholen und dem sonst strengen Gitter eine weiche, blumige Note geben. Cremefarbene Linien zeichnen die Rauten nach, dazwischen blitzen stahlblaue und senfgoldene Akzente auf. Den Abschluss bildet eine breite Bordüre in warmem Ziegelrot, mit cremefarbenem Rankenwerk und dunklen Palmetten, die knapp ein Sechstel bis Fünftel der Gesamtbreite einnimmt und das dunkle Feld deutlich rahmt.
Der Flor ist handgeknüpft aus handgesponnener Wolle, die durch die manuelle Spinnung leicht ungleichmäßig ausfällt und dem Teppich seinen leichten, natürlichen Glanz gibt. Bei einer Knotendichte von 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter lässt sich das feine Rautengitter sauber zeichnen, und selbst die kleinen rosa Blüten bleiben als eigenständige Form erkennbar, statt im Grund zu verschwimmen. Die Florhöhe von 8 Millimetern hält die Oberfläche flach genug, dass die Linienführung scharf bleibt, und ergibt zugleich eine leicht gerippte, griffige Fläche unter der Hand.
In dieser Größe findet der Teppich seinen Platz unter dem Esstisch oder als Mittelpunkt einer Sitzgruppe im Wohnzimmer. Das tiefe Marineschwarz hält neben dunklen Möbeln seine eigene Tiefe, während das warme Ziegelrot der Bordüre den Raum erdet, ohne ihn zu erdrücken. Unter den Füßen ist die Oberfläche fest und gleichmäßig, gemacht für den täglichen Gebrauch. Bei Tageslicht treten die rosa Blüten im dunklen Grund immer wieder neu hervor, ein Farbmoment, den das Auge immer wieder neu findet.
Mehr über Azerbaijan-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 337 × 240 cm (8,09 m²) ist das ein sehr großer Teppich. Er trägt eine ganze Sitzgruppe, mit allen Möbelfüßen darauf, oder einen Esstisch samt zurückgeschobener Stühle. In einem kleinen Raum wird er zum Boden statt zum Teppich.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 8,09 m² sind das rund 1,6 bis 2,0 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 250405