
Sarough Ghiasabad
274 × 211 cm
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Ein handgeknüpfter Sarough aus dem Zentraliran, auch als Saruk bekannt, 362 auf 263 Zentimeter groß – diese Knüpftradition ist seit dem frühen 20. Jahrhundert für ihre dichten Blumenmuster und ihre feste, saubere Zeichnung bekannt. Wo der Sarough traditionell in warmem Rot steht, tritt hier ein tiefes Mitternachtsblau an seine Stelle, ungewöhnlich für ein Muster, das sonst in Mahagoni- und Bordeauxtönen gehalten wird.
Aus der Nähe betrachtet wirkt das Feld beinahe schwarz, so dicht liegen die kleinen Blütenrosetten im klassischen Mahi-Gitter übereinander. Ein Medaillon fehlt, das Muster zieht sich gleichmäßig über die gesamte Fläche, Reihe um Reihe aus verschlungenen Ranken und Fischformen. Terrakotta, Altrosa, Lachs und ein zurückhaltendes Ocker setzen sich warm gegen den dunklen Grund ab, dazu vereinzelt ein blasses Blau. Den Abschluss bildet eine breite, mehrbändige Bordüre in Elfenbein und Terrakottarot, die ein eigenes Blütenrankenwerk trägt und gut ein Fünftel der Breite einnimmt.
Geknüpft wurde dieser Sarough in den vergangenen vierzig bis sechzig Jahren, mit 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter – eine Dichte, die klare Konturen erlaubt, ohne dass die feinen Rosetten im dunklen Grund verschwimmen. Die Kette aus Baumwolle hält das Gewebe stabil und flach, während der Flor aus handgesponnener Wolle bei zwölf Millimetern Höhe für den leichten, warmen Glanz sorgt, der das Nachtblau nicht schwer, sondern lebendig wirken lässt. So bleibt die Zeichnung selbst in der dunkelsten Fläche des Teppichs klar lesbar.
Auf dieser Fläche findet ein Sarough seinen Platz im Wohn- oder Esszimmer, unter dem Esstisch oder in der Sitzgruppe. Das tiefe Blau hält sich gegen dunkles Holz und dunkle Polster ebenso gut wie gegen einen hellen Boden, den es sofort erdet. Der kurze, dicht geschorene Flor liegt fest und eben unter den Füßen und verträgt Alltag ohne Zögern. Im Sonnenlicht beginnt der leichte Glanz der Wolle zu spielen, und die Rosetten treten aus dem Dunkel hervor.
Mehr über Sarough-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Außergewöhnlich feines Gewebe
Mit 362 × 263 cm (9,52 m²) ist das ein sehr großer Teppich. Er trägt eine ganze Sitzgruppe, mit allen Möbelfüßen darauf, oder einen Esstisch samt zurückgeschobener Stühle. In einem kleinen Raum wird er zum Boden statt zum Teppich.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 9,52 m² sind das rund 4,2 bis 4,8 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 259093