
Gabbeh Loribaft
201 × 151 cm
1.380 €














2.220 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Dieser Teppich ist ein Lori-Kashkouli aus dem Süden Persiens, geknüpft von Qashqai-Nomaden in den Bergen von Fars, 194 mal 148 Zentimeter groß. Innerhalb der Qashqai-Welt gilt die Kashkuli-Sippe, auch Keshkuli geschrieben, als die feinste Knüpferschaft, bekannt für eine besonders dichte Knüpfung und ein Formgefühl, das über das übliche Stammesmuster hinausgeht. Meist zeigen ihre Teppiche kunstvolle Medaillons in kurvenreicher Zeichnung – dieses Stück geht einen anderen Weg.
Das Feld liegt offen und ruhig da, ein warmes Aprikot-Beige ohne Medaillon und ohne Mittelachse. Nichts zieht den Blick in die Mitte; die Fläche bleibt sich selbst genug. Erst am Rand beginnt das Muster: eine breite Bordüre im gleichen warmen Ton, gesäumt von einer schmalen Linie kleiner Quadrate und Rauten in Rostbraun und mattem Ockerbraun. Ein dünnerer, dunkler Streifen rahmt das Feld nach innen. Über der Oberfläche liegt ein leichter, wechselnder Glanz, wie ihn nur handgesponnene Wolle erzeugt.
Kashkuli-Weberinnen knüpfen aus dem Gedächtnis, ohne Vorlage, auf einem tragbaren Webstuhl. Mit 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter ist dieser Teppich für eine Nomadenarbeit außergewöhnlich fein geknüpft, deutlich dichter als die meisten Stammesteppiche – genau diese Dichte macht das ruhige, offene Feld möglich, ohne dass die Fläche unruhig wirkt. Kette und Flor bestehen aus handgesponnener Wolle, deren ungleichmäßige Fasern den leichten, wechselnden Glanz erzeugen. Wochen an einem tragbaren Webstuhl liegen in diesem Stück, geknüpft aus dem Kopf einer Weberin, die kein Muster vor Augen hatte.
In einem Schlafzimmer oder vor einer ruhigen Sitzecke im Wohnzimmer entfaltet dieser Teppich seine Wirkung: Das warme Aprikot-Beige legt sich wie ein sanfter Grundton unter helle wie dunkle Möbel, ohne selbst laut zu werden. Unter den Füßen fühlt sich der zwölf Millimeter hohe, handgesponnene Flor dicht und lebendig an, fest genug für den täglichen Weg und weich genug für den bloßen Fuß am Morgen. Weil das Feld offen bleibt, kommt der Blick zur Ruhe, während das Licht über die feinen Streifen der Bordüre wandert.
Mehr über Lori-Kashkouli-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 194 × 148 cm (2,87 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 2,87 m² sind das rund 580.000 bis 720.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 313215