
Gabbeh Loribaft
286 × 82 cm
2.400 €












1.380 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Dieser Teppich ist ein Lori-Kashkouli, geknüpft von den Kashkuli, einem der angesehensten Qashqai-Clans im Süden Irans, und er misst 201 mal 151 Zentimeter. Kashkuli-Arbeiten, auch Keshkuli geschrieben, gelten als die feinste Ausdrucksform der Qashqai-Webkunst, bekannt für ihre ungewöhnlich dichte Knüpfung und für elegante, oft kurvilinear gezeichnete Medaillons. Dieses Stück verzichtet auf beides und wird gerade dadurch bemerkenswert.
Der erste Eindruck ist ein warmes Sandgold, das den gesamten Teppich durchzieht. Kein Medaillon unterbricht die Fläche, kein Rankenwerk, keine Ecklösung — das Feld bleibt ruhig und geschlossen. Erst beim genaueren Hinsehen zeigen sich feine horizontale Schattierungen, ein Wechsel von hellerem und dunklerem Beige, der der Fläche eine leise Tiefe gibt, ohne sie zu mustern. Die Bordüre ist schmal und in nahezu derselben Farbe gehalten wie das Feld, sodass Rand und Mitte kaum getrennt wirken und der Teppich wie aus einem Guss erscheint.
Der Flor besteht aus handgesponnener Wolle, und handgesponnenes Garn nimmt Farbe nie ganz gleichmäßig auf — kleine Unterschiede in der Fadenstärke lassen den Ton beim Färben leicht variieren. Genau diese Unregelmäßigkeit erzeugt die feinen horizontalen Streifen im Feld, die industriell gesponnenes Garn nie hervorbringen würde. Geknüpft ist der Teppich mit 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter, eine für eine Nomadenarbeit ungewöhnlich feine Dichte, die die zwölf Millimeter hohe Wolle dicht und griffig hält.
Ein Format wie dieses passt gut vor eine Sitzgruppe im Wohnzimmer oder unter frei stehende Möbel im Schlafzimmer, wo der Teppich Ruhe ausstrahlt statt Aufmerksamkeit zu fordern. Auf hellem Boden wärmt das Sandgold den Raum, vor dunklen Möbeln bleibt es zurückhaltend. Unter den Füßen liegt er dicht und fest, gemacht zum Begehen, nicht zum Schonen. Fällt Nachmittagslicht flach über die Fläche, treten die feinen Streifen im Wollton hervor — ein Teppich, der lebt, obwohl er kein einziges Muster trägt.
Mehr über Lori-Kashkouli-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Traditionelles Gewebe
Mit 201 × 151 cm (3,04 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 3,04 m² sind das rund 390.000 bis 490.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 748395