
Gabbeh Loribaft
331 × 249 cm
6.150 €














2.370 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Lori-Pars, handgeknüpft im iranischen Zagros-Gebirge, 226 mal 181 Zentimeter, in einigen Katalogen auch als Lori oder Luri geführt. Diese Nomadenweberei stammt aus der Region Fars und ist für ihre erdige, selbstbewusste Farbgebung sowie für Muster bekannt, die ganz aus dem Gedächtnis entstehen, ohne vorgezeichnete Vorlage. Kein Stück gleicht dem anderen, und genau das erklärt, warum dieser Teppich eher wie eine moderne Grafik wirkt als wie ein traditioneller persischer Teppich.
Der Grundton ist ein warmes Sandbeige, das den Blick zunächst weit über die Fläche führt. Darauf liegt ein unregelmäßiges Raster aus rechteckigen Blöcken, von hellem Camel über Schokoladenbraun bis fast Schwarz, dazwischen einzelne Felder in stillem Taupegrau. Die Blöcke variieren in Größe und Ton, ohne sich in einem festen Rhythmus zu wiederholen, sodass das Muster wie von Hand gezeichnet wirkt und nicht wie mechanisch übertragen. Eine eigentliche Bordüre fehlt; die Felder laufen bis nahe an den Rand, gehalten nur von einem schmalen cremefarbenen Streifen.
Diese Wirkung liegt in der Arbeitsweise begründet. Eine Lori-Weberin knüpft aus dem Kopf, ohne gezeichnete Vorlage, und legt jedes Feld nach Augenmaß an, deshalb variieren die Blockgrößen, statt sich exakt zu wiederholen. Kette und Flor bestehen aus handgesponnener Wolle, deren Faden ungleichmäßig dick bleibt und auf der Oberfläche die feinen Streifen erzeugt, die man mit der Hand fühlt. Bei einer Knotendichte von 201.000 bis 250.000 pro Quadratmeter und elf Millimetern Florhöhe bleibt der Flor dicht und griffig, klar genug für das grafische Muster, ohne je zu glänzen.
Dieser Teppich gehört in eine Sitzgruppe im Wohnzimmer, wo sein Rastermuster wie ein Wandbild auf dem Boden liegt. Auf hellem Parkett wärmt das Sandbeige den Raum, während die dunklen Schokoladentöne die Fläche neben dunklen Möbeln bestehen lassen. Unter den Füßen ist er dicht und griffig, gemacht, um darauf zu leben statt ihn zu schonen. Im Nachmittagslicht zeichnen sich die feinen Unregelmäßigkeiten der Blöcke ab, und man sieht, wie viel Hand in diesem ruhigen Muster steckt.
Mehr über Lori-Pars-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 226 × 181 cm (4,09 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 4,09 m² sind das rund 0,8 bis 1,0 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 351767