
Ghashghai
279 × 181 cm
3.540 €













1.634 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Ghashghai, auch als Qaschqai geschrieben, geknüpft von einem der großen nomadischen Stammesverbände aus der südiranischen Provinz Fars, 250 mal 145 Zentimeter groß. Kaum eine andere Stammesweberei Persiens genießt einen vergleichbaren Ruf – bekannt für kühne Medaillons, Tierfiguren und blühende Bäume in einer Farbpalette, die sich einprägt. Dieses Exemplar zeigt jene Kühnheit in einer besonders klaren, fast architektonischen Form.
Das Feld leuchtet in tiefem Ziegelrot, dicht besetzt mit kleinen floralen und geometrischen Füllmotiven. Darüber liegt ein großes, scharf gezeichnetes Rautenmedaillon in dunklem Marineblau mit einem cremefarbenen Rosetten-Anhänger an der Spitze. In allen vier Ecken wiederholt sich dieselbe Form im Kleinen – dunkle Zwickel mit je einem cremefarbenen kreuzförmigen Anhänger, der das Hauptmedaillon spiegelt, sodass die Anlage fast wie fünf Medaillons wirkt. Den Abschluss bildet eine breite, fast schwarze Bordüre aus gestapelten hakenförmigen Rauten in Creme, gerahmt von einem schmalen Zickzackstreifen.
Ghashghai-Weberinnen knüpfen aus dem Gedächtnis, ohne gezeichnete Vorlage, auf einem tragbaren Webstuhl – jedes Medaillon entsteht frei aus der Hand, und genau diese Freiheit erklärt, warum die vier Eckanhänger nicht mechanisch kopiert, sondern lebendig wiederholt wirken. Mit 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter ist die Zeichnung dennoch bemerkenswert klar für eine Stammesarbeit. Die handgesponnene Bergschafwolle, zwölf Millimeter hoch geschoren, gibt dem Rot seine Tiefe und der Oberfläche jene matte, leicht unregelmäßige Ausstrahlung, die industriell gesponnener Wolle fehlt.
In einem Wohnzimmer oder vor einer Sitzgruppe im Esszimmer trägt dieser Teppich den Raum, ohne ihn zu erdrücken: Auf hellem Boden wärmt das Rot, gegen dunkles Holz hält es klar dagegen, und das Marineblau erdet die Komposition. Der dichte, handgesponnene Flor liegt fest und trittfest unter den Füßen, gemacht für tägliche Nutzung und nicht zum Schonen. Bei Streiflicht wandert der Glanz über die gestapelten Rauten der Bordüre, und das Medaillon bleibt, was es von Anfang an war – der ruhende Mittelpunkt eines lebendigen Feldes.
Mehr über Ghashghai-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Traditionelles Gewebe
Mit 250 × 145 cm (3,63 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 3,63 m² sind das rund 460.000 bis 580.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 377251