
Nain 9La | Exclusive | With Silk · mit Seide
200 × 150 cm
2.670 €














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Ein Gabbeh Shouli aus dem Süden Irans, 292 mal 203 Zentimeter, gefertigt in einer jener Dorfgemeinschaften, die der Gabbeh-Tradition ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter geben. Gabbeh-Teppiche sind für ihren dicken, glänzenden Flor und ihre kühnen, vereinfachten Formen bekannt. Dieses Stück aber wählt innerhalb dieses Erbes einen ungewöhnlich ruhigen Weg.
Der erste Eindruck ist der eines Rasters: achtzehn ruhige Farbfelder schweben auf sandbeigem Grund mit einem Hauch von Creme. Taupe, warmes Braun, ein graublaues Feld, Senfgelb und ein olivgraues Panel wechseln sich ab, ohne dass eines das andere übertönt. In jedem Feld steht ein Paar kleiner, strichfigurenhafter Tiere, in Creme eingewebt, immer dasselbe Motiv, achtzehnmal wiederholt wie ein stilles Echo durch das ganze Raster. Ein schlichter sandfarbener Rand fasst das Ganze, kaum dunkler als der Fond, mehr Einfassung als Kontrast.
Wie alle Gabbeh wurde auch dieser Teppich aus dem Gedächtnis geknüpft, ohne gezeichnete Vorlage, eine Frau am Dorfwebstuhl, die das Muster in sich trug statt es abzulesen. Das erklärt, warum das Raster nicht mit der Präzision eines Lineals steht. Die Linien atmen leicht, und genau das gibt den Feldern ihre Ruhe statt ihre Strenge. Die Wolle selbst ist handgesponnen, nicht maschinell versponnen, wodurch der Faden in seiner Stärke leicht wechselt und die Farbe innerhalb jedes Panels sacht changiert. Man sieht es an den feinen Streifen in den sonst einfarbigen Flächen. Der Flor liegt dick auf der Kette aus reiner Wolle, dicht genug, dass er unter dem Fuß spürbar nachgibt.
Mit seinen fast drei mal zwei Metern ist dieser Gabbeh Shouli für den großen Esstisch oder die Sitzgruppe im Wohnzimmer gemacht, dort, wo tatsächlich barfuß gelaufen wird. Auf hellem Parkett wärmt das Sandbeige den Raum, ohne ihn zu erdrücken, und die gedeckten Töne der Panels, Taupe, Ocker, Graublau, halten sich neben dunklen Möbeln ebenso gut wie neben hellen. Unter dem Fuß ist er dicht und weich zugleich, ein Gabbeh will betreten werden, nicht geschont, und diese Dichte trägt viele Jahre Alltag mühelos. Wandert die Nachmittagssonne über die achtzehn Felder, verschiebt sich das Licht von Panel zu Panel, und die kleinen eingewebten Tierpaare treten mal deutlicher, mal nur als Ahnung aus dem Creme hervor, ein Detail, das man im eigenen Wohnzimmer immer wieder neu entdeckt.
Mehr über Gabbeh-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Mit 292 × 203 cm (5,93 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 406260