
Gabbeh Nimbaft
225 × 175 cm
3.300 €














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Ein Nimbaft aus dem Iran, 155 mal 111 Zentimeter, aus jener persischen Web- und Knüpftradition, deren Name wörtlich „halb gewebt" bedeutet. Nimbaft-Arbeiten liegen zwischen dem klassischen, vollflorigen Knüpfteppich und dem Flachgewebe und sind für ihre reduzierte Florhöhe bekannt, die Muster besonders klar und grafisch hervortreten lässt. Genau diese Klarheit ist es, die dieses Stück sofort zeigt.
Der Grundton ist ein tiefes Ziegelrot, vor dem sich ein kleines Rautenmedaillon mit zarten hellblauen Akzenten aufbaut. Rechts und links davon wechseln sich senkrechte Felder in Salbeigrün und Senfgold ab, sodass der Teppich weniger wie ein durchlaufendes Allover-Muster wirkt als wie eine Abfolge einzelner Kammern entlang der Mittelachse. Eingefasst wird das Ganze von einer cremefarbenen Bordüre, auf der stilisierte Tiere und Blüten auf rotem Grund erscheinen — ruhig gezeichnet, aber deutlich lesbar.
Diese Deutlichkeit kommt aus der Machart. Der Flor ist mit 8 Millimetern bewusst niedrig gehalten, gebunden aus handgesponnener Wolle auf einer Kette aus Baumwolle, bei einer Knotendichte von 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Ein niedriger Flor wirft weniger Schatten in die Konturen als ein hoher, dadurch bleiben Medaillon, Feldgrenzen und Bordürenmotive scharf gezeichnet statt weich zu verlaufen. Handgesponnene Wolle bringt zusätzlich eine matte, leicht unregelmäßige Oberfläche mit sich, die dem Rot seine Tiefe gibt, ohne dass der Teppich glänzt.
In einem Schlafzimmer, neben dem Bett oder vor einem niedrigen Sideboard, entfaltet dieses Ziegelrot eine ruhige, erdende Wirkung, gerade auf hellem Parkett oder Naturstein. Die grünen und goldenen Felder halten dabei genug Distanz zueinander, um nicht unruhig zu wirken, auch wenn der Raum um sie herum eher zurückhaltend eingerichtet ist. Unter dem Fuß fühlt sich der Teppich fest und eben an, kurz im Flor, aber dicht geknüpft, gemacht für den täglichen Gebrauch und nicht zum bloßen Betrachten. Wandert das Nachmittagslicht über die Fläche, sind es die senfgoldenen Felder, die als Erstes aufleuchten, während das Rot im Hintergrund seine Ruhe behält.
Mehr über Nimbaft-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 155 × 111 cm (1,72 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,72 m² sind das rund 350.000 bis 430.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 413165