
Kerman Ravar | Exclusive
341 × 249 cm
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Ein Ravar aus der Gegend von Kerman im Iran, 244 mal 211 Zentimeter groß. Die kleine Stadt Ravar liegt nahe Kerman und hat seit der Qajar-Zeit einige der feinsten Teppiche Persiens hervorgebracht – im Handel oft als „Lavar Kerman" bezeichnet. Diese Stücke wurden häufig vom Weber oder vom Auftraggeber signiert, was viele von ihnen zu rückverfolgbaren Erbstücken macht, und sie waren schon im 19. Jahrhundert in Europa wegen ihrer Feinheit und ihrer ausgewogenen Zeichnung aus Medaillon, Bordüre und Eckfüllungen gefragt.
Das Feld liegt in einem cremeweißen Ton mit warmem Gold darunter, und darauf entfaltet sich ein dichtes Rankenmuster, das an einen Lebensbaum erinnert und von einem zurückhaltenden Medaillon in der Mitte ausgeht. Freien Grund gibt es kaum – Zweig reiht sich an Zweig, Blüte an Blüte, in ziegelrotem und rosafarbenem Blumenwerk, dazwischen olivbraunes Blattwerk und vereinzelt ein staubiges Blau. Eine tiefe marineblaue Bordüre fasst das dichte Feld ein und gibt ihm einen ruhigen Rahmen, ohne die Fülle darin zu bremsen.
Diese Fülle hat einen handwerklichen Grund. Mit 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter erlaubt die Knüpfung so kleine, präzise Stiche, dass sich Ranken, Blüten und Blätter dicht aneinanderreihen lassen, ohne dass die Zeichnung verschwimmt – ein Teppich dieser Dichte bedeutet viele Monate am Webstuhl für eine einzige Person. Der Flor besteht aus handgesponnener Wolle, die dem Bild seinen leicht rauen, warmen Griff und einen matten, nie aufdringlichen Schimmer gibt, während die Baumwollkette dem Ganzen über die Jahre Halt und Form gibt. Bei 12 Millimetern Florhöhe bleibt die Musterzeichnung scharf, ohne dass der Teppich flach wirkt.
In einem Wohnzimmer oder unter einem kleineren Esstisch im Esszimmer entfaltet dieses Format seine ganze Wirkung, besonders auf hellem Boden, wo das warme Gold des Feldes den Raum sofort weicher macht und das satte Marineblau der Bordüre ihm Halt gibt. Trotz der Musterdichte wirkt die Farbgebung angenehm und ruhig, nie unruhig – man kann lange hinschauen, ohne dass es ermüdet. Unter den Füßen ist der Flor dicht und fest, gemacht, um tatsächlich begangen zu werden, nicht nur betrachtet. Wandert das Licht im Tagesverlauf über das Feld, verändert sich der Goldton spürbar, und die Ranken scheinen sich je nach Blickwinkel neu zu ordnen.
Mehr über Ravar-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Außergewöhnlich feines Gewebe
Mit 244 × 211 cm (5,15 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,15 m² sind das rund 2,3 bis 2,6 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 440322