
Tuyserkan
192 × 123 cm
673 €














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Dieser Teppich stammt aus Beghardeh, einem kleinen Weberdorf im Westen Irans, und ist mit 128 auf 135 Zentimetern beinahe quadratisch geschnitten – ein Format, das für Dorfteppiche dieser Gegend ungewöhnlich ist und den Charakter des Stücks von Anfang an mitbestimmt. Dorfknüpfungen wie diese sind bekannt für ihre ehrliche, unprätentiöse Qualität: einfache, freihändig gezeichnete Muster, gedacht für den eigenen Gebrauch, nicht für den Export.
Der erste Eindruck ist ein kräftiges Ziegelrot, das die Mitte des Feldes als großes Rautenmedaillon füllt. Darin liegt ein zweites, kleineres Muster: ein Gitter aus hellblauen und rosafarbenen Rauten mit einer kleinen elfenbeinfarbenen Rosette im Zentrum, wie ein Medaillon im Medaillon. Um das Rot herum öffnet sich das Feld zu elfenbeinfarbenen floralen Zwickeln, bevor eine breite, fast schwarze Bordüre mit kleinteiligen floralen und geometrischen Motiven den Teppich abschließt, begleitet von schmalen hellblauen und grünen Streifen.
Der Flor besteht aus handgesponnener Wolle auf einer Baumwollkette, geknüpft mit rund 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter – eine Dichte, wie sie für Dorfarbeiten dieser Art typisch ist, fein genug für klare Konturen, aber ohne die Präzision einer Werkstattzeichnung. Das erklärt, warum das innere Rautengitter nicht ganz symmetrisch sitzt und die Rosette leicht aus der Mitte wandert: Das Muster wurde aus dem Gedächtnis geknüpft, nicht von einem Karton abgelesen. Nach 20 bis 40 Jahren zeigt die handgesponnene Wolle eine matte, warme Oberfläche ohne den Glanz maschinell versponnener Fasern.
Sein beinahe quadratischer Zuschnitt macht diesen Teppich zum Vorleger neben dem Bett im Schlafzimmer oder zum Blickfang vor dem Lesesessel im Arbeitszimmer. Auf hellem Boden wärmt das tiefe Ziegelrot den Raum, während die dunkle Bordüre ihm Halt gibt. Die dichte, zehn Millimeter hohe Wolle federt weich unter den Füßen und ist für den täglichen Gebrauch gemacht, nicht zum Schonen. Wandert das Licht über den Nachmittag, wechselt das Rot zwischen dunklem Ziegel und warmem Terrakotta, und die kleine Rosette im Herzen des Medaillons bleibt der Punkt, an dem der Blick landet.
Mehr über Beghardeh-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 128 × 135 cm (1,73 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,73 m² sind das rund 350.000 bis 430.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 494759