
Bakhtiar Armani-Baft
215 × 157 cm
2.955 €














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Dies ist ein Lori Armani-baft, gelegentlich auch Luri geschrieben, aus dem Zagros-Gebirge im Iran, ein Nomadenteppich von 214 mal 160 Zentimetern, handgeknüpft von einer Weberin, die ohne gezeichnete Vorlage arbeitete. Lori-Webereien entstehen aus dem Gedächtnis und sind meist für ihre kühnen, einfachen Formen und kräftigen Farben bekannt. Dieser hier ordnet sein Muster ungewöhnlich streng: ein Gartenraster aus kleinen Feldern, jedes mit einer eigenen Blüte.
Der erste Eindruck ist ein tiefes Marineblau, auf dem sich ein ganzer Garten ausbreitet: Reihe für Reihe kleine rechteckige Felder, jedes mit einem stilisierten Blütenzweig in Ziegelrot, Lachsrosa, Elfenbein, Olivgrün, Hellblau und Senfgelb. Die Anordnung wirkt wie ein Beet von oben betrachtet, geordnet und doch von Hand gesetzt. Eine breite elfenbeinfarbene Bordüre fasst das Feld, gefüllt mit rotbraunen Palmetten und Rosetten, und nimmt gut ein Fünftel der Breite ein – ein kräftiger Rahmen, der das dunkle Zentrum trägt, ohne es zu erdrücken. Signiert ist er auch, eine leise Spur der Weberin.
Die Wolle wurde von Hand gesponnen, und das sieht man: Statt Glanz zeigt der Flor eine matte, samtige Fläche. Mit 161.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter liegt die Dichte im soliden Bereich für Nomadenarbeit, genug, um die kleinen Blütenfelder klar zu zeichnen, ohne die Handschrift der Weberin zu glätten. Zehn Millimeter Florhöhe geben dem Teppich Substanz unter der Hand. Dass ein Muster mit so vielen einzelnen Feldern aus dem Gedächtnis entstand, ohne gezeichnete Vorlage, ist die eigentliche Leistung – Reihe für Reihe neu entschieden, über Monate am Webstuhl.
In dieser Größe passt der Teppich gut ins Schlafzimmer oder in eine ruhige Sitzecke im Wohnzimmer. Das tiefe Marineblau wirkt auf hellem Holzboden warm und gesetzt und hält neben dunklen Möbeln seine Tiefe, ohne die Blütenfelder oder die rotbraune Bordüre zu überstrahlen. Der Flor ist dicht und weich, gemacht für den täglichen Gebrauch. Wandert das Licht durch den Raum, verschieben sich die Farbtöne der handgesponnenen Wolle von Feld zu Feld, und der geordnete Garten beginnt sich zu bewegen.
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Traditionelles Gewebe
Mit 214 × 160 cm (3,42 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 161.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 3,42 m² sind das rund 550.000 bis 680.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 609449