
Bidjar
294 × 196 cm
3.456 €














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Ein Bijar aus den kurdischen Regionen Nordwest-Irans, 170 mal 111 Zentimeter, handgeknüpft und neu gearbeitet. Diese Herkunft trägt seit langem den Beinamen „die Eisernen Teppiche Persiens", auch als Bidjar bekannt, weil ihre Knüpfung dichter und fester ausfällt als bei jeder anderen persischen Tradition. Das Ergebnis ist ein Teppich, der sich nicht falten, sondern nur rollen lässt – so kompakt ist sein Aufbau.
Aus der Nähe zeigt sich zuerst das tiefe Ziegelrot des Grundes, darüber ein feines Rautengitter im Herati-Stil, das sich bis in die Zwickel zieht. In der Mitte steht ein großes, sechseckiges Medaillon, das nicht flach aufliegt, sondern aus drei ineinandergesetzten Schichten besteht: ein cremefarbener Kern, umschlossen von einer Zone aus dunklem Navy-Rautenwerk, außen gefasst von einer roten Kontur. So entsteht eine gestufte, fast architektonische Tiefe, wie man sie von einem einfarbigen Medaillon nicht kennt. Ein schmaler Bordürenstreifen in Navy mit cremefarbener Blütenranke, von dünnen roten und cremefarbenen Leisten gerahmt, schließt das Feld ruhig ein.
Diese Klarheit hat einen technischen Grund. Mit 251.000 bis 320.000 Knoten pro Quadratmeter gehört die Bijar-Knüpfung zu den dichtesten überhaupt in der persischen Tradition, und genau diese Dichte erlaubt es, drei farblich getrennte Schichten so scharf gegeneinander abzugrenzen, wie es dieses Medaillon zeigt. Auf Baumwollkette geknüpft und mit handgesponnener Wolle bei 15 Millimetern Florhöhe gearbeitet, liegt die Oberfläche fein geschoren und griffig in der Hand – schwer, aber nicht steif. Die Konstruktion, die den Teppich so kompakt und schwer macht, ist dieselbe, die dem Medaillon seine gestufte Schärfe gibt.
Ein Teppich dieser Größe findet seinen Platz als Vorleger im Schlafzimmer, neben dem Bett oder vor einer Sitzecke, wo man ihn täglich mit bloßen Füßen betritt. Das Ziegelrot nimmt einem hellen Boden die Kühle, während Navy und Creme im Medaillon selbst gegen dunkles Holz oder dunkle Textilien bestehen. Unter dem Fuß fühlt er sich dicht und fest an, gemacht für genau diese tägliche Beanspruchung, nicht zum Schonen gedacht. Bei seitlichem Licht treten die drei Schichten des Medaillons besonders deutlich hervor, und dieser Wechsel von flach zu gestuft bleibt das, was man an diesem Teppich immer wieder neu entdeckt.
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Feines Qualitätsgewebe
Mit 170 × 111 cm (1,89 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 251.000 bis 320.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,89 m² sind das rund 470.000 bis 600.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 643051