
Ghashghai
279 × 181 cm
3.540 €














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Dies ist ein Ghashghai-Teppich aus dem Süden Irans, 308 mal 211 Zentimeter, geknüpft von einer der großen Nomadenkonföderationen der Provinz Fars, die zwischen den Hochweiden und den Ebenen bei Schiras wandert. Ghashghai-Teppiche gelten als die wohl bekannteste aller persischen Stammesarbeiten, geschätzt für kräftige Farben und ein Musterrepertoire aus Rosetten, Tieren und blühenden Bäumen. Dieses Stück wählt aus diesem Vokabular eine ungewöhnlich geordnete Form.
Der erste Eindruck ist ein kräftiges Ziegelrot, durchzogen von einer Kette aus fünf Medaillons, die sich diagonal von einer Ecke zur anderen zieht. Vier dieser Rosetten stehen auf rotem Grund, das mittlere hebt sich durch einen eigenen elfenbeinfarbenen Rahmen ab und markiert die Mitte des Teppichs deutlich. Um die Kette herum füllt sich das Feld mit kleinen Botehs und Eckmotiven auf tiefem Navy, das in den Zwickeln beinahe schwarz wirkt. Eine breite, mehrfach gerahmte Bordüre in Navy und Schwarz schließt das Bild, dicht besetzt mit kleinen Rosetten.
Geknüpft wurde dieser Teppich freihändig, ohne gezeichnete Vorlage – das Muster entstand aus dem Gedächtnis der Weberin, Reihe für Reihe. Mit 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter ist die Knüpfung mittelfein für eine Stammesarbeit, dicht genug, um die Kette der Medaillons klar zu zeichnen, offen genug, um die handgesponnene Bergschafwolle sichtbar zu lassen. Genau diese Wolle, mit ihrer natürlichen Unregelmäßigkeit versponnen, gibt der Oberfläche den matten Griff und den leichten Schattenwurf an den Kanten. Dass die fünf Medaillons dennoch ruhig aufgereiht stehen, ist ohne Vorlage keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis einer geübten Hand.
In dieser Größe gehört dieser Teppich ins Wohnzimmer oder Esszimmer, unter den Esstisch oder vor eine Sitzgruppe, wo die Medaillonkette ihre volle Wirkung entfalten kann. Das Ziegelrot hält sich souverän gegen dunkle Möbel und wärmt zugleich einen hellen Boden. Unter den Füßen ist er fest und griffig, die handgesponnene Wolle mit ihren zwölf Millimetern Flor ist für den täglichen Gebrauch gemacht, nicht für die Vitrine. Wandert am Nachmittag die Sonne über das Feld, treten die elfenbeinfarbenen Medaillonherzen nacheinander hervor, bis die ganze Kette aufleuchtet.
Mehr über Ghashghai-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Traditionelles Gewebe
Mit 308 × 211 cm (6,50 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 6,50 m² sind das rund 0,8 bis 1,0 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 663745