
Gabbeh Kashkuli
186 × 139 cm
3.570 €














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Bei diesem Stück handelt es sich um einen Bakhtiari aus dem Westiran, geknüpft in der Qualitätsstufe, die im Handel als Blour Baft, auch Bolourbaft geschrieben, bekannt ist – die feinste Ausführung dieser bäuerlichen Webtradition, 235 mal 174 Zentimeter groß. Bakhtiari-Teppiche gelten seit jeher als robuste Gebrauchsstücke; die Blour-Baft-Linie hebt sie mit floralen Mustern im Stil persischer Kerman-Teppiche auf ein Niveau, das man sonst eher aus Stadtwerkstätten kennt.
Auf den ersten Blick dominiert ein tiefes Nachtblau, in das ein dichtes Fischmuster – das klassische Mahi – in Rostrot und Cremeweiß eingeschrieben ist. Das Muster zieht sich ohne Medaillon gleichmäßig über die gesamte Fläche, Rauten reihen sich an Rauten, gezackte Blätter und kleine Rosetten füllen jedes Feld. Den Rahmen dazu liefert eine breite, mehrfach gestufte Bordüre: ein kräftiges rostrotes Hauptband mit floralen Kartuschen, nach innen begrenzt von einer schmalen, graugrünen Linie, die einen kühlen, fast unerwarteten Kontrast zu den warmen Tönen setzt.
Getragen wird das Muster von einer Kette aus natürlicher Wolle, gefüllt mit handgesponnener Wolle, die dem Flor seine matte, leicht unregelmäßige Oberfläche gibt – kein Glanz, sondern die Textur einer von Hand versponnenen Faser. Mit 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter liegt die Dichte deutlich über gewöhnlicher Bakhtiari-Ware; erst sie erlaubt die feinen Rautenlinien und die scharf konturierten Bordürenbänder, die man sonst eher aus feinen Stadtwerkstätten kennt. Handgeknüpft, mit zehn Millimetern Florhöhe, verbindet dieses Stück die Zeichnung eines Kerman mit der Standfestigkeit eines Bakhtiari.
Bei dieser Größe findet der Teppich seinen Platz im Wohnzimmer oder Esszimmer, unter dem Esstisch oder als Mittelpunkt einer Sitzgruppe, wo das dunkle Blau dunklen Möbeln standhält und mit den rostroten Tönen für Wärme sorgt. Unter den Füßen fühlt er sich dicht und fest an, gemacht für den täglichen Gebrauch und nicht zum Schonen gedacht. Bei seitlichem Licht tritt die graugrüne Zwischenlinie hervor und gibt der ganzen Zeichnung eine ruhige, fast architektonische Ordnung, die man immer wieder gerne betrachtet.
„Bolourbaft" ist eine Qualitätsbezeichnung im persischen Teppichhandel, keine geografische Provenienz, der Name bedeutet „Kristallwebung" auf Farsi (Bolour = Kristall, Baft = Webung). Er bezeichnet die feinste, raffinierteste Knüpfqualität eines Produktionszentrums, typischerweise verbunden mit Premium-Handspinnwolle und außergewöhnlicher Verarbeitung.
In der iranischen handwerklichen Webkultur verwurzelt, haben Bolourbaft-Stücke eine raffinierte, klare Textur und eine galeriewürdige Ästhetik. Die enge, gleichmäßige Knüpfung und die hochwertigen Materialien erzeugen eine Oberfläche, die modern und hochwertig wirkt und zugleich traditionelle Handwerkskunst bewahrt.
Feines Qualitätsgewebe
Mit 235 × 174 cm (4,09 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 4,09 m² sind das rund 0,8 bis 1,0 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 673192