
Belutsch
166 × 87 cm
359 €













598 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Dies ist ein Belutsch, eine Stammesknüpfung aus dem Grenzland des südöstlichen Iran, in einem eher kompakten Format von 196 mal 102 Zentimetern von Hand geknüpft. Diese Webtradition ist für ihre erdige, dichte Farbgebung und ihre kühnen geometrischen Muster bekannt, oft in Anlehnung an alte Gebetsteppich-Layouts. Auch bekannt als Baluch, hat sich diese Nomadenweberei über Generationen aus dem Gedächtnis weitergegeben, ohne festen Plan, jede Wiederholung ein wenig anders als die letzte.
Der erste Eindruck ist ein fast schwarzes Feld, dicht besetzt mit leuchtend roten, kreuzförmigen Blütenmedaillons, die sich in engen Reihen über die gesamte Fläche ziehen. Kleine cremefarbene Akzente blitzen im Inneren der Motive auf und geben dem satten Rot einen hellen Kontrapunkt. Umrahmt wird das Feld von mehreren schmalen, dicht gemusterten roten Bordüren, die zusammen etwa ein Fünftel der Breite einnehmen und sich klar vom dunklen Grund absetzen. Wer genauer hinsieht, entdeckt im Schwarzbraun des Feldes ein leises Wandern der Töne, von etwas wärmerem Braun zu tieferem Schwarz und wieder zurück.
Dieses Wandern der Töne nennt man Abrash, und es entsteht aus der handgesponnenen Wolle selbst: Jede Partie Garn wurde von Hand versponnen und leicht unterschiedlich gefärbt, sodass die Weberin, Reihe für Reihe arbeitend, den Farbton nie ganz konstant hielt. Bei einer Knotendichte von 128.000 bis 160.000 pro Quadratmeter ist das Rautenraster dennoch fein und ruhig gezeichnet, die Kette aus Baumwolle hält die Form über Jahrzehnte stabil. Der kurze, sechs Millimeter hohe Wollflor liegt matt und flach auf, ohne jeden künstlichen Glanz, ganz auf die reine Wirkung der Farbe gesetzt.
Mit diesem Format passt der Teppich ins Schlafzimmer, als Läufer vor dem Bett oder als Akzent neben der Kommode. Auf hellem Holzboden holt das tiefe Schwarzbraun den Blick nach unten, während das Rot der Medaillons wie ein ruhiger Pulsschlag im Muster liegt. Die Wolle fühlt sich dicht und fest an, robust genug für den ersten Schritt am Morgen. Im schrägen Licht zeigt sich die Abrash-Streifung im Grund erst richtig: aus der Ferne streng geordnet, aus der Nähe von Hand gemacht.
Mehr über Belutsch-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Traditionelles Gewebe
Mit 196 × 102 cm (2,00 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 2,00 m² sind das rund 260.000 bis 320.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 706094