
Belutsch
170 × 95 cm
462 €














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Ein Belutsch, auch als Baloch geschrieben, geknüpft in den Grenzgebieten des südöstlichen Iran, wo Nomadenfamilien seit Generationen auf tragbaren Webstühlen arbeiten. Das vorliegende Stück misst 282 mal 196 Zentimeter und gehört damit zu den größeren Formaten dieser Herkunft, die sonst oft als kleinere Vorleger oder Gebetsteppiche bekannt ist. Belutsch-Teppiche stehen für eine kräftige, erdige Farbpalette und ein grafisches Musterverständnis, das ohne gezeichnete Vorlage entsteht – jede Weberin trägt das Muster im Kopf.
Von Weitem wirkt das Feld wie eine einzige tiefe Fläche aus Ziegel- und Blutrot, so dicht ist das Muster gesetzt. Erst beim Näherkommen lösen sich die senkrechten Reihen kleiner Botteh-Formen heraus, die abwechselnd auf leuchtend rotem und fast schwarzem Grund stehen. Dadurch bekommt die Fläche einen Rhythmus aus hellen und dunklen Streifen, fast wie ein Op-Art-Muster, obwohl die Farbpalette selbst denkbar schmal bleibt. Eingefasst wird das Feld von einer schmalen, dunkelroten Bordüre mit floralen Formen, begleitet von mehreren feinen Zwischenstreifen, die sich – da sie dieselbe Rotpalette nutzen – nur zurückhaltend vom Feld abheben.
Geknüpft wurde der Teppich von Hand, mit handgesponnener Wolle für den Flor und einer Kette aus naturbelassener Wolle. Handgesponnenes Garn hat kleine Unregelmäßigkeiten in der Dicke, die das Licht nicht gleichmäßig zurückwerfen – genau das gibt der Oberfläche ihren leichten, changierenden Glanz. Bei einer Knotendichte von 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter und einer Florhöhe von 12 Millimetern entstehen trotzdem scharf gezeichnete Konturen: Die dichte Knüpfung hält jede Botteh-Form exakt in ihrer Reihe, während das Muster selbst – ohne gezeichnete Vorlage – allein aus der Erinnerung der Weberin entstanden ist.
In einem Wohn- oder Esszimmer entfaltet dieser Belutsch seine Kraft am besten, unter einer Sitzgruppe oder einem Esstisch. Das satte Rot hält sich mühelos gegen dunkles Holz und dunkle Polster und erdet einen hellen Boden mit sofortiger Wärme. Unter den Füßen ist der Flor dicht und fest, gemacht für Räume, die täglich genutzt werden. Fällt Nachmittagslicht flach über die Fläche, beginnen die dunklen Bänder zwischen den Botteh-Reihen zu changieren, und die satte rote Fläche scheint sich für einen Moment zu bewegen.
Mehr über Belutsch-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 282 × 196 cm (5,53 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,53 m² sind das rund 1,1 bis 1,4 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 193748