
Bidjar
294 × 196 cm
3.456 €














2.265 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Bidjar aus dem kurdischen Westen Irans, 215 mal 142 Zentimeter, auch Bidjar geschrieben – eine Herkunft, die in der persischen Tradition als die dichteste aller Knüpfungen gilt. Man nennt diese Teppiche die „Eisernen Teppiche Persiens", weil ihre feste, kompakte Struktur Jahrzehnte an Nutzung übersteht, ohne an Schärfe zu verlieren. Genau diese Schärfe ist es, die dieses Stück sofort zeigt.
Der erste Eindruck ist ein tiefes Ziegelrot, aus dem sich ein großes Rautenmedaillon erhebt, in dessen Mitte ein kleineres Medaillon in dunklem Navy sitzt – ein Medaillon im Medaillon, klar gegeneinander abgesetzt. Um diese Mitte legt sich ein dichtes Mahi-Gitter aus Fisch- und Rosettenformen, das den gesamten Grund füllt, bis in die vier elfenbeinfarbenen Eckzwickel hinein, die sich hell und ruhig gegen das Rot stellen. Den Abschluss bildet eine breite, dunkelnavyfarbene Bordüre mit rotem und cremefarbenem Rankenwerk, von schmalen Nebenbordüren gerahmt, die gut ein Fünftel der Breite einnimmt. Kleine Akzente in Rosa, Olivgrün und Senfgelb setzen sich zwischen den Formen ab, ohne die Klarheit der Zeichnung zu stören.
Diese Klarheit hat einen technischen Grund. Mit 321.000 bis 380.000 Knoten pro Quadratmeter zählt die Knüpfung zu den dichtesten, die die persische Tradition kennt, und je enger die Knoten sitzen, desto feiner lässt sich eine Linie führen – die scharfe Trennung zwischen Elfenbein und Ziegelrot ist ohne diese Dichte kaum möglich. Der Flor aus handgesponnener Wolle wurde auf 15 Millimeter knapp geschoren, sodass die Musterkanten flach und präzise stehen, statt im Flor zu verschwimmen. Ein leichter Glanz der Wolle liegt über allem und verstärkt diesen Eindruck von Genauigkeit zusätzlich.
Ein Format wie dieses gehört in ein Schlafzimmer, vor oder neben das Bett, wo man morgens die ersten Schritte darauf setzt. Auf hellem Boden hält das Ziegelrot die Wärme im Raum, ohne ihn zu erdrücken, und die elfenbeinfarbenen Zwickel geben dem Auge Ruhepunkte in der dichten Musterung. Unter dem Fuß fühlt sich der Teppich fest und dicht an, tragfähig für tägliche Nutzung, nicht zerbrechlich – ein Bijar ist zum Begehen gemacht, nicht zum Schonen. Wenn das Licht flach über die Fläche fällt, blitzt die feine Schur des Musters auf, und das Medaillon im Medaillon tritt jeden Tag ein wenig anders hervor.
Mehr über Bidjar-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Herausragende Handwerkskunst
Mit 215 × 142 cm (3,05 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 321.000 bis 380.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 3,05 m² sind das rund 1,0 bis 1,2 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 720364