
Kelim Senneh
282 × 211 cm
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Ein Kelim, auch Kilim geschrieben, aus Kordestan im Westen Irans, 293 mal 201 Zentimeter groß. Kelims sind Flachgewebe – gewebt statt geknüpft – und aus den Stammesregionen Persiens bekannt für kühne geometrische Muster, die sich klar von beiden Seiten lesen lassen. Ihr leichtes, flexibles Wesen unterscheidet sie deutlich vom schweren Flor klassischer Perserteppiche.
Der erste Eindruck ist ein lachsfarbenes Feld, aus dem sich ein treppenförmig gestuftes Medaillon in Taubenblau erhebt, eingebettet in sattes Marineblau. Darin drängen sich kleinteilige florale und geometrische Motive in Creme, Rostrot, Olivgrün, Senfgelb und zartem Rosé dicht aneinander. Die vier Eckzwickel greifen exakt dasselbe Taubenblau auf, sodass das Muster symmetrisch gerahmt wirkt. Eine breite, mehrreihige Bordüre mit lachsfarbenem Zickzackfries und schmaleren blauen und cremefarbenen Streifen schließt das Bild, etwa ein Fünftel der Teppichbreite einnehmend.
Gewebt statt geknüpft, entsteht das Muster direkt im Kettfaden aus Baumwolle, in den handgesponnene Wolle eingewebt wird, ganz ohne Flor, der die Zeichnung verwischen könnte. Das Ergebnis ist ein nur vier Millimeter dünnes, aber dicht gewebtes Gefüge, dessen Linien auf beiden Seiten gleich scharf hervortreten. Genau diese Flachheit erklärt, warum das Medaillon trotz der vielen kleinen Motive so klar und ruhig wirkt: Jede Kontur bleibt sauber begrenzt, nichts verläuft ineinander. Weil beide Seiten gleich schön ausfallen, lässt sich der Teppich wenden und damit doppelt so lange nutzen.
In einem Wohnzimmer oder Esszimmer entfaltet dieser Kelim seine Wirkung am besten, unter einer Sitzgruppe oder einem Esstisch, wo sein Format Raum findet. Auf hellem Holzboden wärmt das Lachsfarben das Feld, während das tiefe Marineblau auch neben dunklen Möbeln Kontur behält. Unter den Füßen liegt er flach und leicht, fest genug für den täglichen Weg durchs Zimmer, dünn genug, um über einem zweiten Teppich zu liegen. Wandert das Nachmittagslicht darüber, tritt das taubenblaue Medaillon noch deutlicher aus dem lachsfarbenen Grund hervor, ruhig und klar in jeder Stunde des Tages.
Mehr über Kelims: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Mit 293 × 201 cm (5,89 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Nein — dieses Stück ist handgewebt, nicht geknüpft. Ein Flachgewebe hat keinen Flor: die Musterung entsteht allein aus Kette und Schuss. Das macht es dünn, leicht und auf beiden Seiten verwendbar, und es ist eine eigene Technik, keine einfachere Variante des geknüpften Teppichs.
Regelmäßig saugen, am besten in Richtung des Gewebes und ohne rotierende Bürste. Ein Flachgewebe lässt sich wenden, was den Verschleiß gleichmäßig verteilt — drehen Sie es ein- bis zweimal im Jahr. Flecken sofort mit klarem Wasser und einem hellen Tuch von außen nach innen abtupfen, niemals reiben.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 810448