
Nain 9La | With Silk · mit Seide
352 × 252 cm
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Ein Nain 9La, gewebt in der zentraliranischen Stadt, die für ihre außergewöhnlich feine Knüpfung bekannt ist – 304 mal 200 Zentimeter, handgeknüpft aus Wolle mit Seide auf Baumwollkette. Nain-Teppiche werden nach ihrer Feinheit in „La“-Stufen eingeteilt, und je niedriger die Zahl, desto dichter die Knüpfung; ein 9La wie dieser gehört bereits zur oberen Kategorie dessen, was aus dieser Werkstatttradition hervorgeht. Charakteristisch für die Herkunft ist die Kombination aus Seidenglanz auf feiner Wolle, meist in Elfenbein und Blau gehalten – genau die Farbwelt, die diesen Teppich trägt.
Der erste Eindruck ist ein dichtes, cremefarbenes Rankenwerk, das sich klar von einem tiefen Mitternachtsblau abhebt. Das gesamte Feld ist durchgemustert, ohne Medaillon und ohne Fluchtpunkt, in einem klassischen Mahi-Gitter aus gezackten, fischähnlichen Blättern und kleinen Rosetten, die sich gleichmäßig über die ganze Fläche wiederholen. Dazwischen liegen staubig hellblaue Nebenranken sowie vereinzelte Akzente in Rostbraun und dunklem Marineblau, die das Muster erden, ohne es zu unterbrechen. Eine breite cremefarbene Bordüre mit eigenem floralen Rankendekor schließt das Feld, durch schmale blaue Streifen sauber abgesetzt, und nimmt etwa ein Fünftel der Gesamtbreite ein.
Diese Gleichmäßigkeit ist Handwerk, kein Zufall. Mit 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter liegt die Dichte deutlich über gewöhnlicher Wollware, und das ist Wochen um Wochen am Knüpfstuhl. Seide lässt sich dünner verspinnen als Wolle, deshalb erlaubt sie engere Knoten und schärfere Linien – genau das, was die feinen Zacken der Mahi-Blätter und die filigranen Rosetten hier so sauber stehen lässt. Bei nur 8 Millimetern Florhöhe wurde der Flor eng und gleichmäßig geschoren, sodass die Zeichnung nicht im Wollflor versinkt, sondern flach und klar an der Oberfläche liegt, mit einem leichten, seidigen Schimmer, der sich je nach Lichteinfall verschiebt.
Bei dieser Größe gehört der Teppich unter den Esstisch oder in eine Sitzgruppe im Wohnzimmer, wo seine Fläche zur Geltung kommt, statt an den Rändern abgeschnitten zu werden. Das tiefe Blau hält einem dunklen Holztisch oder schweren Möbeln mühelos stand, während das cremefarbene Rankenwerk selbst an einem eher gedämpften Tag für Helligkeit im Raum sorgt. Unter den Füßen ist er dicht und fest, ein Teppich, der für den täglichen Gebrauch gedacht ist und nicht nur zum Anschauen. Und wenn die Sonne über den Nachmittag wandert, fängt die Seide in den Ranken das Licht auf eine Weise ein, die reine Wolle nie erreicht.
Mehr über Nain-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Herausragende Handwerkskunst
Mit 304 × 200 cm (6,08 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 6,08 m² sind das rund 2,7 bis 3,0 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Dieser Flor enthält Seide und ist damit empfindlicher als reine Wolle. Saugen Sie ohne rotierende Bürste und in Florrichtung, klopfen Sie ihn nicht aus, und legen Sie ihn nicht in dauerhaft direkte Sonne. Flecken sofort mit einem hellen Tuch abtupfen, nie reiben. Für die Grundreinigung gehört ein seidenhaltiger Teppich in fachkundige Hände — wir übernehmen das für Stücke aus dem Haus.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 822357