
Gabbeh Loribaft
331 × 249 cm
6.150 €














1.395 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Lori-Pars aus dem Zagros-Gebirge im Süden Persiens, 193 mal 156 Zentimeter, aus nomadischer Knüpfung, die eigentlich für kräftige Farben und selbstbewusste geometrische Muster bekannt ist. Gewebt aus dem Gedächtnis, ohne Vorlage oder Zeichnung, wie es bei dieser Art von Teppich seit Generationen üblich ist – auch als Lori oder Luri bekannt. Gerade deshalb überrascht dieses Stück: Es ist leiser, als man von seiner Herkunft erwarten würde.
Der erste Eindruck ist ein fast einfarbiges, sandfarbenes Feld mit einem warmen Goldton. Erst beim zweiten Hinsehen lösen sich daraus dünne goldocker-farbene Linien, die ein Raster aus unregelmäßigen Rechtecken bilden – nicht symmetrisch angeordnet, sondern offen und locker über die Fläche verteilt, so wie die Weberin sie aus dem Kopf gesetzt hat. Ein Medaillon oder klassisches Ornament fehlt vollständig. Auch eine eigenständige Bordüre gibt es nicht: Das Feld läuft ohne scharfen Rahmen in einen schmalen, tonähnlichen Abschluss aus, sodass die Komposition offen wirkt, fast wie ausgeschnitten aus einer größeren Fläche.
Der Flor besteht aus handgesponnener Wolle, mit rund 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter dicht, aber nicht extrem fein geknüpft – für ein Muster aus wenigen klaren Linien braucht es diese Feinheit auch nicht. Handgesponnenes Garn ist nie ganz gleichmäßig dick, und genau das erzeugt die leichten vertikalen Streifen im Flor, die man im Streiflicht sieht, ebenso wie den leicht unruhigen Verlauf der goldenen Linien. Bei elf Millimetern Florhöhe bleibt die Oberfläche flach und eben, mit mattem, erdigem Glanz statt Hochglanz – ruhig genug, dass die Rechtecke Raum zum Atmen behalten.
Mit seinem beruhigten, cremefarbenen Grundton eignet sich dieser Teppich hervorragend für eine Sitzgruppe im Wohnzimmer, wo er auf hellem Parkett Wärme hineinbringt, ohne mit Möbeln oder Bildern zu konkurrieren. Unter dem Fuß fühlt er sich dicht, aber weich an, angenehm für einen Raum, in dem man sich niederlässt statt hindurchläuft. Bei seitlichem Licht am Nachmittag treten die goldenen Linien deutlicher hervor, wandern förmlich über das Feld – ein Effekt, den man an diesem Teppich immer wieder neu entdeckt.
Mehr über Lori-Pars-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 193 × 156 cm (3,01 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 3,01 m² sind das rund 610.000 bis 750.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 883734