
Bidjar | Exclusive | With Silk · mit Seide
354 × 253 cm
23.700 €












3.150 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Bijar-Läufer aus den kurdischen Regionen des Iran, 214 mal 73 Zentimeter, gehört zu jener Familie persischer Teppiche, die man dort seit jeher „die Eisernen“ nennt. Der Name kommt nicht von der Farbe, sondern von der Knüpfung: so dicht und fest gepresst, dass ein Bijar nicht gefaltet werden kann, sondern nur gerollt. Diese Dichte ist es auch, die diesen Läufer über Jahrzehnte hinweg formstabil und scharf in der Zeichnung hält.
Der erste Eindruck ist ein tiefes Ziegelrot, auf dem drei Medaillons mit cremefarbener Mitte in gleichmäßigem Abstand hintereinander liegen, fast wie an einer unsichtbaren Schnur aufgereiht. Der Grund dahinter zeigt das feine Rautennetz des Mahi-Musters, aus dem die Medaillons wie Blüten hervortreten, in Roségrau, Salbeigrün und Kamel gehalten. Eine breite, dunkel navyblaue Bordüre mit floralem Rankwerk fasst das Feld ein, dicht begleitet von einem schmalen cremefarbenen Steg, der den Übergang zum Rot scharf zieht. Die drei Medaillons sind identisch gezeichnet, ohne die kleinen Verschiebungen, die man bei diesem Muster oft findet, und genau das gibt dem Läufer seinen ruhigen, fast gespiegelten Rhythmus.
Diese Klarheit kommt aus der Knüpfung selbst. Mit 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter zählt dieser Bijar zu den am dichtesten geknüpften Teppichen der persischen Tradition überhaupt, und in dieser Dichte lässt sich eine Kontur exakt wiederholen, dreimal hintereinander, ohne dass sie ausfranst oder wandert. Der Flor aus Wolle mit Seide unterstützt das: Seide lässt sich dünner spinnen als Wolle, und wo sie in die Zeichnung einfließt, bekommen die Konturen der Medaillons ihre feine, fast gezeichnete Schärfe und den leichten Glanz, der über dem satten Rot liegt. Auf einer Kette aus Baumwolle geknüpft, bleibt die Struktur dabei fest und flach, mit einer Florhöhe von nur 15 Millimetern.
Als Läufer gehört dieses Stück in den Flur oder die Diele, wo genau diese Länge gebraucht wird, oder an den Rand eines Bettes im Schlafzimmer. Das tiefe Rot trägt einen Gang ohne Tageslicht mühelos, und die dunkle Bordüre hält auch neben dunklem Parkett ihre eigene Kontur. Unter den Füßen ist er dicht und fest, kein Läufer, den man schont, sondern einer, der für den täglichen Weg gemacht ist und diese Beanspruchung über Jahre unverändert übersteht. Wer öfter an ihm vorbeigeht, wird immer wieder bei den drei Medaillons hängenbleiben, an ihrer stillen, gleichmäßigen Ordnung.
Mehr über Bidjar-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Herausragende Handwerkskunst
Mit 214 × 73 cm (1,56 m²) ist das ein Läufer. Er liegt in einem Flur, einer Diele, auf einem Treppenabsatz oder längs neben einem Bett. Für die Mitte eines Raumes ist er zu schmal.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,56 m² sind das rund 690.000 bis 780.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Dieser Flor enthält Seide und ist damit empfindlicher als reine Wolle. Saugen Sie ohne rotierende Bürste und in Florrichtung, klopfen Sie ihn nicht aus, und legen Sie ihn nicht in dauerhaft direkte Sonne. Flecken sofort mit einem hellen Tuch abtupfen, nie reiben. Für die Grundreinigung gehört ein seidenhaltiger Teppich in fachkundige Hände — wir übernehmen das für Stücke aus dem Haus.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 891435