
Koliai
271 × 169 cm
2.511 €














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Dies ist ein Koliai, auch als Koliayie geschrieben, ein kurdischer Stammesteppich aus dem Songhor-Bezirk im Westen Irans, geknüpft von Familien, die einst als Nomaden durch die Bergweiden der Kermanshah-Region zogen. Der vorliegende hier misst 274 mal 155 Zentimeter. Koliai-Teppiche gelten als besonders fest geknüpft und tragen fast immer ein großes Zentralmedaillon auf dichtem Grund, ein Muster, das aus dem Gedächtnis entstand und nicht von einer Vorlage.
Der Blick fällt zuerst auf ein dichtes Navyblau, das das gesamte Feld füllt und von winzigen gehakten Stammesmotiven durchzogen ist. Darauf reiht sich eine Kette aus drei großen, gezackten Rautenmedaillons, oben und unten ergänzt durch kleine Anhänger. Ungewöhnlich ist die Farbgebung: Während die beiden äußeren Medaillons in kräftigem Ziegelrot stehen, ruht das mittlere auf einem warmen Camelton, sodass die Reihe nicht gleichförmig wirkt, sondern einen eigenen Rhythmus bekommt. Eingefasst wird das Ganze von einer breiten, elfenbeinfarbenen Bordüre mit floralem Rankenwerk und schmaleren roten sowie blauen Streifen.
Geknüpft wurde der Teppich mit handgesponnener Wolle auf Baumwollkette, in einer Dichte von 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter, fest genug, um die scharfen Zacken der Medaillons klar zu zeichnen, statt sie zu verwischen. Die Wolle stammt von Schafen, die auf den Bergweiden um Songhor grasen, und trägt entsprechend viel natürliches Lanolin in sich; das gibt dem matten Flor jenen leisen, wolligen Glanz, der Koliai-Teppiche von glatteren Werkstattarbeiten unterscheidet. Bei zwölf Millimetern Florhöhe bleibt die Oberfläche griffig und dicht, ohne schwer zu wirken, genau die Balance, die diese Wolle so haltbar macht.
In einem Esszimmer oder unter einer Sitzgruppe im Wohnzimmer entfaltet dieser Teppich seine Wirkung am besten, dort, wo man ihn aus mehreren Richtungen sieht und die drei Medaillons als Reihe wahrnimmt. Auf hellem Boden wärmt das satte Rot den Raum, während das Navy dunklere Möbel ruhig auffängt, statt mit ihnen zu konkurrieren. Unter den Füßen zeigt er sich dicht und fest, gemacht für ein Zuhause, das täglich benutzt wird, nicht für ein Zimmer, das man nur betrachtet. Wandert das Licht am Nachmittag durch den Raum, wechselt der camelfarbene Mittelpunkt sichtbar sein Leuchten gegenüber den roten Feldern daneben, ein kleines Schauspiel, das sich jeden Tag ein wenig anders zeigt.
Mehr über Koliayie-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 274 × 155 cm (4,25 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 4,25 m² sind das rund 0,9 bis 1,1 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 112200