
Belutsch
166 × 87 cm
359 €













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Ein Belutsch aus dem Grenzgebiet zwischen dem Südosten Irans und den angrenzenden Regionen, 172 mal 130 Zentimeter groß. Diese Nomadenweberei ist für ihre kräftige Geometrie und ihre erdigen, satten Farben bekannt, und für eine Eigenheit, die man erst sieht, wenn man das ganze Stück vor sich hat: Das Feld ist nicht durchgehend gemustert, sondern in zwei gespiegelte Hälften geteilt, fast wie zwei Satteltaschen, die zu einem Teppich zusammengefunden haben.
Der erste Eindruck ist ein dichtes Weinrot, durchzogen von schwarzbraunen geometrischen Formen und kleinen, hellen Korallenakzenten. Eine schlichte rote Trennlinie läuft quer über die Mitte und teilt das Feld in zwei fast identische Register, in denen sich Reihen kleiner Hakenrauten und stufenförmiger Medaillon-Motive senkrecht aufbauen. Cremefarbene Zwischenstreifen fassen die Register ein, bevor eine breite, mehrbändige Bordüre in derselben dunklen Rot-Schwarz-Palette folgt, mit einem markanten elfenbeinfarbenen Zickzackstreifen knapp innerhalb der Außenkante, der gut ein Fünftel der Teppichbreite einnimmt.
Geknüpft wurde dieser Teppich von einer Weberin, die kein Musterbuch vor sich hatte, sondern das Muster aus dem Gedächtnis wiederholte, Reihe für Reihe, auf einem tragbaren Webstuhl. Genau daraus erklärt sich die gespiegelte Zweiteilung: Statt ein durchgehendes Feld zu zeichnen, wiederholte sie ihr Motiv als zweite Hälfte, wie man einen Vers noch einmal singt. Die handgesponnene Wolle im Flor ist ungleichmäßig im Faden, deshalb wirkt die Oberfläche matt und trocken statt glänzend, und bei einer Knotendichte von 128.000 bis 160.000 pro Quadratmeter auf Baumwollkette bleibt die Zeichnung trotzdem klar und fest im Griff.
In einem Schlafzimmer neben dem Bett oder als Blickfang in einer kleinen Sitzecke entfaltet dieses Weinrot seine ganze Wärme, besonders auf hellem Holzboden, wo es die Ruhe des Raumes nicht stört, sondern ihr eine warme Mitte gibt. Der Flor liegt mit sechs Millimetern angenehm dicht und flach unter den Füßen, fest genug für tägliches Barfußgehen, ohne sich weich und nachgiebig anzufühlen. Wer öfter hinsieht, wird die kleine Verschiebung zwischen den beiden Spiegelhälften entdecken, jene minimale Abweichung, die verrät, dass hier eine Hand und kein Zeichner am Werk war, und die diesen Teppich zu einem macht, den es so kein zweites Mal gibt.
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Traditionelles Gewebe
Mit 172 × 130 cm (2,24 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 2,24 m² sind das rund 290.000 bis 360.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 114545