
Turkaman
137 × 108 cm
710 €














653 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Dies ist ein Turkmenischer Gebetsteppich, ein Mehrabi im Kleinformat: 128 mal 106 Zentimeter, geknüpft von Nomaden Zentralasiens, deren Arbeiten man sofort an ihrer strengen, sich wiederholenden Göl-Geometrie erkennt. Auch als Turkoman bekannt, stammt dieses Stück aus dem Iran und steht für eine Tradition, deren dichte, feine Knüpfung sie zu den haltbarsten aller handgefertigten Teppiche macht.
Der Grund ist ein tiefes Ziegelrot, aus dem sich eine stufenförmige Gebetsnische nach oben zuspitzt. Die Nische ist aus lauter kleinen Rauten aufgebaut, die sich wie ein Chevron zu einem einzigen Punkt verengen – dort, an der Spitze, sitzt ein kleines Diamantmedaillon. Zu beiden Seiten laufen horizontale Bänder aus stilisierten Göl-Motiven, in Dunkelblau, Elfenbein und einem helleren Jeansblau abgesetzt. Den Abschluss bildet eine breite Bordüre aus mehreren schmalen, gestapelten Streifen in Rot, Elfenbein und Marineblau, die dem kleinen Feld ein bemerkenswert kräftiges Gewicht geben.
Geknüpft wurde dieser Teppich aus dem Gedächtnis, ohne Vorlage, auf einem tragbaren Webstuhl – eine Arbeit, bei der jede Nomadin ihr eigenes Clan-Muster kennt und wiederholt. Die Kette ist Baumwolle, der Flor handgesponnene Wolle, mit 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter außergewöhnlich fein für ein Stück dieser Größe. Erst diese Dichte lässt das Chevron aus winzigen Rauten so präzise zu einem einzigen Punkt zusammenlaufen; bei gröberer Knüpfung würde die Spitze der Nische verschwimmen. Mit 6 Millimetern Florhöhe bleibt die Oberfläche flach und fest, mit leichtem Glanz im Wollflor.
Als Vorleger im Schlafzimmer oder unterm Schreibtisch im Arbeitszimmer entfaltet dieses Format seine Wirkung: klein genug für einen ruhigen Winkel, kräftig genug, um ihn zu prägen. Das Ziegelrot nimmt einem hellen Boden die Kühle und hält gegen dunkles Holz mühelos stand. Unter den Füßen liegt er flach und fest, gemacht für den täglichen Weg. Der Blick bleibt immer wieder an derselben Stelle hängen: dort, wo sich die Rautenkette der Nische zu ihrem kleinen Medaillon schließt.
Mehr über Turkaman-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Außergewöhnlich feines Gewebe
Mit 128 × 106 cm (1,36 m²) ist das ein kleiner Teppich. Er liegt gut vor einem Bett, in einer Leseecke, vor einem Kamin oder als Vorleger an einer Tür. Er möbliert keinen Raum, er setzt einen Punkt darin.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,36 m² sind das rund 600.000 bis 680.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 120540