
Hosseinabad
308 × 206 cm
1.427 €











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Dieser Teppich stammt aus Hossein-Abad, einem der zahlreichen Weberdörfer der Hamadan-Region im Westiran, deren gemeinsame Produktion diese Gegend zu einem der ergiebigsten Teppichgebiete der Welt gemacht hat. Mit 314 auf 223 Zentimetern gehört er zu den größeren Arbeiten dieser Herkunft, die für ehrliche, gebrauchstaugliche Qualität und flächendeckende geometrische Muster bekannt ist, geknüpft in der einschüssigen Sennah-Baft-Technik auf Baumwollkette.
Der erste Eindruck ist ein dichtes Gitter aus Rosetten und gezackten Blättern in Ziegelrot und beinahe Schwarz, ein klassisches Mahi-Muster, das sich über das gesamte Feld zieht. Mitten darin sitzt ein einzelnes Medaillon, keine gerundete Form, sondern eine schlanke Raute mit spitzen Zacken oben und unten, gezeichnet in kühlem Elfenbein. Die Bordüre greift dieses Elfenbein wieder auf und führt stilisierte Palmetten in Rot, Grün und Marineblau, eingefasst von schmalen dunklen Zwischenstreifen und einem schlichten roten Außenrand. So bleibt das dichte Feld lesbar, statt sich in seiner eigenen Fülle zu verlieren.
Getragen wird das Muster von einer Baumwollkette und einem Flor aus handgesponnener Wolle, in dieser Größe mit rund 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter dicht geknüpft. Anders als in den großen Werkstätten arbeitete die Weberin hier ohne festen Karton, das Muster aus dem Gedächtnis statt von Papier – daher die klare, freihändig gezogene Kontur des Medaillons, die keiner starren Schablone folgt. Bei zwölf Millimetern Florhöhe bleibt die Zeichnung trotzdem scharf, jede Zacke des Gitters einzeln lesbar, statt im Flor zu verschwimmen.
Bei dieser Größe gehört der Teppich unter den Esstisch oder in eine großzügige Sitzgruppe im Wohnzimmer, wo das Ziegelrot dunkles Holz und dunkle Polstermöbel warm auffängt und auf hellem Boden ganz von selbst steht. Die dichte, gleichmäßig geschorene Wolle liegt fest und griffig unter den Füßen, gemacht für ein Zimmer, in dem tatsächlich gelebt wird, nicht für eine Ecke, die man umgeht. Im Gebrauch wird die Wolle nur geschmeidiger, ohne dass das Muster an Kontur verliert, und im Streiflicht des Abends treten die schwarzen Gitterfelder gegen das Rot noch klarer hervor, während das elfenbeinfarbene Medaillon ruhig in der Mitte bleibt.
Mehr über Hossein-Abad-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 314 × 223 cm (7,00 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 7,00 m² sind das rund 1,4 bis 1,8 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 121837