
Koliai
260 × 135 cm
1.980 €














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Ein Kordi-Teppich aus dem kurdisch besiedelten Westen Irans, 285 mal 135 Zentimeter groß. Diese Webtradition reicht von Kurdistan und Kermanshah bis nach Khorasan und ist für zweierlei bekannt: eine robuste, massive Machart und eine Musterwelt, die von kühner Geometrie bis zu sanftem Blumenwerk reichen kann. Bei diesem Stück hat sich die Weberin für die klare, grafische Linie entschieden, nicht für das dichte Streumuster, das man von kurdischen Teppichen sonst oft kennt.
Der erste Eindruck ist ein tiefes Marineblau, das an manchen Stellen fast ins Schwarze kippt. Darauf liegt ein großes Stufenmedaillon in Ziegelrot und Elfenbein, mit ausgezogenen Zacken oben und unten, umgeben von wenigen kleinen floralen Sprossen, die im dunklen Grund verstreut sind. In den vier Ecken hellen senffarbene und aprikotfarbene Zwickel das Bild auf und setzen einen klaren Gegenpol zum Dunkel des Feldes. Eine breite rote Bordüre mit kleinen navyblauen und cremefarbenen Rauten fasst das Ganze ein und trennt es sauber vom Grund ab.
Geknüpft wurde symmetrisch auf einem Fundament aus Wolle, mit handgesponnenem Wollflor von 12 Millimetern Höhe. Diese handgesponnene Wolle nimmt Farbe ungleichmäßig auf, und genau daraus entsteht der sichtbare Abrash im dunklen Feld, jenes Wechselspiel zwischen tiefem Blau und Schwarz, das dem Grund seine Tiefe gibt. Bei einer Knotendichte von 201.000 bis 250.000 pro Quadratmeter bleibt genug Spielraum für große, klare Formen wie dieses Medaillon, statt für feinste Detailzeichnung, und das ist der Grund, warum das Muster hier so unmittelbar wirkt. Der Teppich ist zwischen 20 und 40 Jahre alt und trägt diese Zeit in einer Wolle, die sich fest und lebendig zugleich anfühlt.
Im Esszimmer, unter einem länglichen Tisch für vier bis sechs Personen, hat dieses Format genau die richtige Tiefe, um Stühle beim Herausziehen noch zu tragen. Das dunkle Blau hält dunklem Holz stand und lässt helle Böden sofort wärmer wirken, während das rot-elfenbeinfarbene Medaillon dafür sorgt, dass der Raum auch ohne viel Beiwerk einen klaren Mittelpunkt hat. Unter den Füßen ist die handgesponnene Wolle dicht und fest, gemacht für den täglichen Gebrauch, nicht zum Schonen. Bei Tageslicht verändert sich das Dunkelblau von Stunde zu Stunde ein wenig, und genau dieses leise Flackern im Grund ist es, was man an diesem Teppich immer wieder neu entdeckt.
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Feines Qualitätsgewebe
Mit 285 × 135 cm (3,85 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 3,85 m² sind das rund 770.000 bis 960.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 125438