
Koliai
271 × 169 cm
2.511 €














835 €
inkl. MwSt.
Auf Lager · Versandbereit
Ein Koliai aus dem kurdischen Songhor-Bezirk im Westen Irans, 285 mal 150 Zentimeter groß – eine Nomadenknüpfung aus der weiteren Kurdistan- und Kermanshah-Webregion, geknüpft aus dem Gedächtnis und ohne feste Vorlage. Auch als Koliayie oder Koliayi bekannt, gelten diese Teppiche als fest geknüpft, hochflorig und kräftig in der Farbe – Ausdruck der Bergstämme, die sie webten. Die klassische Zeichnung trägt ein großes Zentralmedaillon mit Herati-Raute, breite Eckzwickel und eine großzügige Bordüre.
Der erste Eindruck ist ein tiefes Ziegelrot, das das gesamte Feld füllt. Darauf liegt ein großes, dunkles Medaillon mit gezackten Haken, umgeben von kleineren Anhängerrauten in derselben brauschwarzen Farbe. In den Eckfeldern und entlang der Medaillonkanten sind kleine Tiere und Vögel eingewoben, stilisiert bis zur Andeutung, aber deutlich erkennbar. Die Bordüre fasst das Ganze in mehreren schmalen, vielfarbigen Streifen aus Elfenbein und Rot – heller und unruhiger als das ruhige rote Feld, das sie umschließt.
Geknüpft wurde der Teppich von Hand, auf einer Kette aus Baumwolle, wie es bei jüngeren Koliai-Stücken üblich ist – ältere Exemplare stehen noch auf Wollkette. Der Flor besteht aus handgesponnener Bergwolle mit einem leicht geriffelten, kräftigen Griff und rund zwölf Millimetern angenehm dichter Florhöhe. Bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter blieb der Weberin genug Spielraum, die Diamantformen und die kleinen Tierfiguren freihändig zu setzen, ohne Karton und ohne zwei Ecken exakt gleich zu binden – daher die leichte Unregelmäßigkeit, die dem Medaillon seine lebendige Kontur gibt.
Mit dieser Größe passt der Teppich gut unter den Esstisch oder in eine Sitzgruppe im Wohnzimmer, wo sein Rot auf hellem Holzboden für Wärme sorgt und neben dunklen Möbeln ruhig und selbstbewusst wirkt. Unter den Füßen fühlt er sich fest und dicht an, die kräftige Bergwolle nimmt tägliche Beanspruchung ohne Weiteres hin. Wer öfter hinsieht, entdeckt in den dunklen Eckfeldern immer wieder eines der kleinen Tiere oder Vögel – ein stiller Nebenfund neben der großen, ruhigen Geometrie des Medaillons.
Mehr über Koliayie-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Traditionelles Gewebe
Mit 285 × 150 cm (4,28 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 4,28 m² sind das rund 550.000 bis 680.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 139343