
Nain 9La | Exclusive | With Silk · mit Seide
243 × 164 cm
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Ein Nain aus der gleichnamigen Stadt im Zentrum Irans, 298 mal 199 Zentimeter, aus einer der feinsten Knüpftraditionen Persiens. Nain-Teppiche werden nach ihrer Feinheit in „La“-Stufen eingeteilt, und sie sind für die Kombination aus zarter Seide und feiner Wolle bekannt, die ihnen einen unverwechselbaren Schimmer gibt. Wo klassische Nain-Teppiche meist in Elfenbein und Blau gehalten sind, zeigt dieses Stück ein tiefes Marineblau als Grundfarbe, fast schwarz im Ton, und genau darin liegt seine Besonderheit.
Der erste Eindruck ist ein dunkles Feld, das von Kante zu Kante mit hellem, ivoryfarbenem Rankenwerk bedeckt ist, kaum eine Stelle bleibt frei. Palmetten und Rosetten winden sich in einem durchgehenden Rapport über die gesamte Fläche, ohne dass ein Medaillon die Mitte beansprucht. Die Bordüre nimmt gut ein Fünftel der Breite ein, ebenfalls in Ivory, mit denselben floralen Ranken, dazu Töne in Blaugrau, Sandbeige und vereinzelt einem warmen Ziegelrot, gerahmt von einem schmalen blaugrauen Steg. Der Kontrast zwischen dem dunklen Grund und dem hellen Rankenwerk ist es, der das Muster trägt, nicht ein zentraler Blickpunkt.
Möglich wird diese Dichte durch die Handknüpfung selbst: Mit 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter liegt dieser Nain in einem Bereich, den nur wenige Werkstätten überhaupt erreichen, und jede einzelne Ranke, jedes Blatt bleibt dabei sauber konturiert. Der Flor aus Wolle mit Seide macht das möglich, denn Seidenfäden lassen sich deutlich feiner spinnen als Wolle allein und erlauben so engere, präzisere Knoten. Bei einer Florhöhe von nur 12 Millimetern auf Baumwollkette bleibt die Oberfläche flach und glatt, sodass die feinen Linien scharf bleiben und nicht im Flor versinken. Ein solches Stück entsteht nicht in Wochen, sondern über Monate an einem einzigen Knüpfstuhl.
Bei 298 mal 199 Zentimetern findet dieser Nain seinen Platz unter dem Esstisch oder als ruhender Anker in einer Wohnzimmer-Sitzgruppe. Auf hellem Boden setzt das tiefe Marineblau einen klaren, ruhigen Gegenpol, neben dunklen Möbeln hält es mühelos die eigene Tiefe. Unter den Füßen fühlt er sich dicht und fest an, ein Teppich, der für den täglichen Gebrauch gemacht ist und nicht geschont werden muss. Wandert das Licht über den Raum, fangen die Seidenfäden im Rankenwerk immer wieder einen leisen Schimmer ein, und genau dieses Aufblitzen wird man an diesem Teppich am längsten im Blick behalten.
Mehr über Nain-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Außergewöhnlich feines Gewebe
Mit 298 × 199 cm (5,93 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 441.000 bis 500.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,93 m² sind das rund 2,6 bis 3,0 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Dieser Flor enthält Seide und ist damit empfindlicher als reine Wolle. Saugen Sie ohne rotierende Bürste und in Florrichtung, klopfen Sie ihn nicht aus, und legen Sie ihn nicht in dauerhaft direkte Sonne. Flecken sofort mit einem hellen Tuch abtupfen, nie reiben. Für die Grundreinigung gehört ein seidenhaltiger Teppich in fachkundige Hände — wir übernehmen das für Stücke aus dem Haus.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 220410