
Bidjar
294 × 196 cm
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Dies ist ein Bidjar, auch Bijar geschrieben, aus den kurdischen Regionen West-Irans, 233 mal 168 Zentimeter, geknüpft von Frauen, die ihr Muster aus dem Gedächtnis auf den Webstuhl brachten statt einer festen Vorlage zu folgen. Man nennt diese Gruppe die Eisernen Teppiche Persiens, weil ihre Knüpfung so dicht und fest gepresst ist wie keine andere der persischen Tradition und weil sie unter starker Beanspruchung noch nach Jahrzehnten ihre Form hält.
Aus der Nähe dominiert ein tiefes Ziegelrot, über das sich ein feines Rautengitter aus stilisierten Fischmotiven, dem klassischen Mahi-Muster, gleichmäßig über die gesamte Fläche zieht. In der Mitte liegt ein lang gezogenes Medaillon mit einem eigenen dunklen Rautenkern, sodass ein Medaillon im Medaillon entsteht. Die Ecken greifen dasselbe Gitter in cremefarbenen Zwickeln auf. Eine breite Bordüre in Marineblau und Schwarz, mit floraler Ranke in Grün, Gold und Rost, fasst das Feld und wird von einem schmalen cremefarbenen Steg begrenzt.
Geknüpft ist dieser Bidjar mit handgesponnener Wolle auf einer Kette aus Baumwolle, und genau diese Dichte erklärt, warum das Rautengitter so scharf gezeichnet wirkt und nirgends verschwimmt. Je enger die Knoten sitzen, desto feiner lässt sich eine Linie führen, und Bidjar-Teppiche gelten zu Recht als die am dichtesten geknüpften der gesamten persischen Tradition. Der Flor ist kurz und eng geschoren, mit leichtem Glanz, aber ohne die weiche Fülle einer offeneren Knüpfung. So kompakt ist der Aufbau, dass man diesen Teppich nur rollen, niemals falten kann.
Im Wohnzimmer trägt dieser Bidjar eine Sitzgruppe mühelos: Das Ziegelrot erwärmt einen hellen Boden und behauptet sich zugleich neben dunklem Holz. Unter den Füßen fühlt er sich dicht und fest an, gemacht für Räume, die tatsächlich gelebt werden, nicht nur betrachtet. Wandert die Nachmittagssonne über die Fläche, wechselt das Rautengitter zwischen Glanz und Schatten, und das kleine Medaillon im Medaillon bleibt der Punkt, an dem der Blick immer wieder landet.
Mehr über Bidjar-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Mit 233 × 168 cm (3,91 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 223749