
Sarough Ghiasabad
274 × 211 cm
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Dies ist ein Sarough-Läufer aus dem Iran, auch als Saruk bekannt, 200 mal 82 Zentimeter, aus einer Knüpftradition, die für dichte Blumenmuster und eine feste, saubere Zeichnung berühmt ist. Sarough zählte im frühen zwanzigsten Jahrhundert zu den bevorzugten Teppichen amerikanischer Häuser, meist auf jenem satten Rot, das der Gattung ihren Beinamen gab. Dieser Läufer wählt einen anderen Grund: tiefes Nachtblau, und wird damit zur Ausnahme innerhalb der eigenen Tradition.
Auf dem dunklen Blau liegt ein dichtes Rautengitter aus Blumensträußen in Lachsrosa, Aprikot und Cremeweiß, dazwischen salbeigrünes und taubenblaues Blattwerk. Die Ranken laufen von allen Seiten auf die Mitte des Läufers zu und treffen dort auf eine kleine achtzackige Rosette, ein Medaillon im Kleinformat, das die Fläche ordnet, ohne sie zu beherrschen. Die Bordüre bleibt schmal, im gleichen Nachtblau gehalten und mit denselben floralen Ranken gefüllt, sodass der Kontrast allein von den hellen Blüten kommt, nicht von einem breiten Rahmen.
Die feine Knüpfung von 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter erlaubt die kleinteilige Zeichnung der Blüten und die klare Kontur der Rosette in der Mitte. Der Flor besteht aus handgesponnener Wolle, zwölf Millimeter hoch, auf einer Kette aus Baumwolle geknüpft, eine Kombination, die Festigkeit mit einer weichen, matten Oberfläche verbindet und dem Muster jene ruhige, kontrollierte Linienführung gibt, für die Sarough bekannt ist. Jeder Knoten wurde von Hand gesetzt, und man sieht es: Die Kanten der Blätter und der Rosette sind scharf, nicht verwaschen.
Ein Läufer dieses Formats gehört in den Flur oder die Diele, wo er dunkle Böden erdet und helle Böden zur Geltung bringt, ohne selbst laut zu werden. Das Nachtblau nimmt wenig Licht auf und wirkt deshalb auch ohne viel Tageslicht gesammelt und warm, während die lachsfarbenen Blüten für den nötigen Auftakt sorgen. Der dichte, kurzgeschorene Flor liegt fest am Boden und hält täglichem Gehen stand, ganz gleich ob Schuhe oder bloße Füße darüber laufen. Am Ende bleibt die kleine Rosette in der Mitte der eigentliche Genuss, ein ruhiger Punkt, zu dem der Blick immer wieder zurückkehrt.
Mehr über Sarough-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Traditionelles Gewebe
Mit 200 × 82 cm (1,64 m²) ist das ein Läufer. Er liegt in einem Flur, einer Diele, auf einem Treppenabsatz oder längs neben einem Bett. Für die Mitte eines Raumes ist er zu schmal.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 128.000 bis 160.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 1,64 m² sind das rund 210.000 bis 260.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 272525