
Kelim Patchwork
196 × 150 cm
675 €











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Dieser Teppich ist ein Kelim, ein handgewebtes Flachgewebe aus dem Iran, auch als Kilim bekannt, 275 mal 186 Zentimeter groß. Kelims werden nicht geknüpft, sondern eingewebt, weshalb sie leicht, biegsam und beidseitig nutzbar sind — beide Seiten gleich schön, was ihre Lebensdauer im Grunde verdoppelt. Bekannt sind sie für kühne geometrische Muster; dieses Stück wählt einen ungewöhnlich ruhigen Weg dorthin.
Der erste Eindruck ist ein warmes Schokoladenbraun, durchzogen von vertikalen Streifen in Camel, Sandbeige und vereinzelt hellem Creme. Die Fläche gliedert sich in drei horizontale Bahnen, jede mit ihrem eigenen Streifenrhythmus — mal breiter, mal schmaler gesetzt, nie exakt wiederholt. Eine klassische Bordüre fehlt; der Rand führt das Streifenmuster einfach weiter und schließt mit einem schmalen, einfarbig braunen Webrand ab. So entsteht kein Zentrum und kein Rahmen, sondern ein durchgehendes Feld, das an ein Moharamati-Streifenmotiv erinnert, jedoch in einer fast grafischen, zurückgenommenen Fassung.
Diese Ruhe hat einen technischen Grund. Ein Kelim entsteht als Flachgewebe: Der Schussfaden wird so dicht in die Kette aus Wolle eingeschlagen, dass er sie vollständig verdeckt, und aus diesem Wechsel der Farbfäden entsteht das Muster selbst, nicht durch Knoten und Schur. Gewebt wurde dieser Teppich aus drei einzelnen Bahnen, die anschließend zusammengefügt wurden — jede mit eigenem Streifentakt. Die handgesponnene Wolle im Schuss sorgt für die leichten Unregelmäßigkeiten in Breite und Dichte der Streifen, die einer Maschine nie gelängen. Bei vier Millimetern Stärke bleibt das Gewebe flach und geschmeidig, fast wie ein schwerer Stoff.
In dieser Größe passt der Kelim gut unter eine Sitzgruppe im Wohnzimmer oder als ruhender Farbanker im Esszimmer. Sein warmes Braun und Camel erdet helle Böden und moderne, reduzierte Einrichtungen, ohne sie zu beschweren. Unter den Füßen liegt er flach und glatt, mit leichter Riffelung in Webrichtung — kein weiches Sinken, sondern ein fester, direkter Kontakt, gemacht für den täglichen Gebrauch. Fällt Licht seitlich über die Streifen, wechseln Braun und Beige ihre Tiefe, und der Teppich wirkt je nach Tageszeit ein wenig anders im Raum.
Mehr über Kelims: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Mit 275 × 186 cm (5,12 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Nein — dieses Stück ist handgewebt, nicht geknüpft. Ein Flachgewebe hat keinen Flor: die Musterung entsteht allein aus Kette und Schuss. Das macht es dünn, leicht und auf beiden Seiten verwendbar, und es ist eine eigene Technik, keine einfachere Variante des geknüpften Teppichs.
Regelmäßig saugen, am besten in Richtung des Gewebes und ohne rotierende Bürste. Ein Flachgewebe lässt sich wenden, was den Verschleiß gleichmäßig verteilt — drehen Sie es ein- bis zweimal im Jahr. Flecken sofort mit klarem Wasser und einem hellen Tuch von außen nach innen abtupfen, niemals reiben.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 356229