
Kelim
275 × 186 cm
1.152 €














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Dieser Kelim – auch Kilim geschrieben – aus dem Iran misst 196 mal 150 Zentimeter und gehört zu den Flachgewebe-Teppichen, die in den Weberzelten der persischen Stämme entstehen: gewebt, nicht geknüpft, und von beiden Seiten gleich schön nutzbar. Kelims sind für ihre kühnen geometrischen Muster bekannt, meist in kräftigen, gegensätzlichen Farben. Dieses Stück hält sich zurück und bleibt in einer engen Familie aus Sand, Camel und Braun.
Der erste Eindruck ist ein Raster: kleine rechteckige Felder, jedes mit einem eigenen schmalen Streifenmuster in Braun, Creme und Tan, aneinandergesetzt wie ein Patchwork. Dazwischen liegen vereinzelt ruhige Flächen in Elfenbein und honiggoldenem Ton, die den Streifenrhythmus unterbrechen, ohne ihn zu stören. Eine feine senfgelbe Linie fasst das Feld ein, bevor eine breite, einfarbige Camel-Bordüre den Teppich schließt, ohne starken Kontrast, sodass der Blick ruhig bleibt.
Jedes Streifenfeld ist einzeln gewebt und danach mit dem nächsten verbunden, daher die klaren, fast scharfen Nähte zwischen den Feldern – ein Merkmal echter Patchwork-Kelims, kein Zufall der Webart. Kette und Flor bestehen aus handgesponnener Wolle, die Oberfläche ist reine Wirkware ohne Florhöhe, nur fünf Millimeter dünn, mit sichtbarer Webrippe. Diese Flachheit macht den Teppich beidseitig verwendbar; welche Seite oben liegt, ist reine Geschmackssache. Dass die Weberin bei jedem Feld in derselben schmalen Farbfamilie blieb, ist die eigentliche Leistung, denn Patchwork-Kelims wirken sonst oft bunter und unruhiger.
Auf dem Boden eines Wohnzimmers oder vor dem Bett im Schlafzimmer entfaltet dieses Camel-Beige seine Wärme, besonders auf hellen Dielen, wo es den Raum erdet, ohne ihn zu beschweren. Unter den Füßen liegt er flach und leicht, geschmeidig genug zum Falten oder Schichten, stabil genug für den täglichen Gang darüber. Im Streiflicht treten die schmalen Streifen einzeln hervor und verschwimmen dann wieder zu einem ruhigen Ganzen.
Mehr über Kelims: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Mit 196 × 150 cm (2,94 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Nein — dieses Stück ist handgewebt, nicht geknüpft. Ein Flachgewebe hat keinen Flor: die Musterung entsteht allein aus Kette und Schuss. Das macht es dünn, leicht und auf beiden Seiten verwendbar, und es ist eine eigene Technik, keine einfachere Variante des geknüpften Teppichs.
Regelmäßig saugen, am besten in Richtung des Gewebes und ohne rotierende Bürste. Ein Flachgewebe lässt sich wenden, was den Verschleiß gleichmäßig verteilt — drehen Sie es ein- bis zweimal im Jahr. Flecken sofort mit klarem Wasser und einem hellen Tuch von außen nach innen abtupfen, niemals reiben.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 958494