
Heriz
293 × 206 cm
2.446 €













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Ein Heriz aus dem Nordwestiran, 293 mal 202 Zentimeter – benannt nach dem Bergdorf Heris nordöstlich von Täbris, wo Dorfweberinnen einst die Musterkartons der Täbriser Händler übernahmen und in ihre eigene, kantigere Sprache übersetzten. Aus dieser Begegnung entstand der große geometrische Medaillonteppich, für den Heriz bis heute steht: kräftig gezeichnet, unverwechselbar, gebaut für ein langes Leben unter freiem Gebrauch.
Auf tiefem Ziegelrot liegt ein großes, gestuftes Sternmedaillon in Marineblau, sein Umriss scharf in Elfenbein nachgezogen. Die Feldecken sind ebenfalls elfenbeinfarben und dicht mit Ranken und kleinen Blüten gefüllt, fein ineinander verschlungen. Darum legt sich eine breite, fast schwarzblaue Bordüre voller gezackter Kartuschen in Elfenbein und Rostbraun, ein Rahmen von gut einem Sechstel der Breite. Rot, Marine und Elfenbein stehen dabei klar gegeneinander, ohne ineinander zu verlaufen.
Handgeknüpft mit gut 72.000 bis 90.000 Knoten pro Quadratmeter, liegt dieser Heriz in der für sein Dorf typischen, eher groben Dichte – und genau das erklärt die Klarheit der Zeichnung. Wo feinere Knüpfungen Farbverläufe erlauben, zwingt die gröbere Knotung hier zu klaren Kanten zwischen den Farbflächen, und die Weberin hat das genutzt, statt es zu verstecken: die Konturen von Medaillon und Kartuschen sind schnittscharf gesetzt. Der Flor besteht aus handgesponnener, kupferreicher Schafwolle, wie sie in den Wasserläufen um Heris vorkommt, zwölf Millimeter hoch und dicht genug, um Jahrzehnte an Tritt zu tragen, während die Baumwollkette dem Gewebe seine Stabilität gibt.
Mit fast drei Metern Länge findet dieser Heriz seinen Platz unter dem Esstisch oder als ruhender Grund für eine große Sitzgruppe im Wohnzimmer. Das Ziegelrot bringt Wärme in helle Böden und hält zugleich gegen dunkles Holz oder schwarzes Leder mühelos stand, ohne sich unterordnen zu müssen. Unter den Füßen ist er fest und dicht, ein Teppich, der für den täglichen Gang gemacht ist und nicht geschont werden will. Wenn die Nachmittagssonne über das Marineblau des Medaillons wandert, treten die feinen Farbwechsel im Blattwerk der Ecken erst richtig hervor, und das Muster behält dabei seine ganze Schärfe.
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Handwerklich gefertigt
Mit 293 × 202 cm (5,92 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 72.000 bis 90.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,92 m² sind das rund 430.000 bis 530.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 459362