
Kashmar | Exclusive | With Silk · mit Seide
358 × 248 cm
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Ein Khorasan aus dem Nordosten Irans, 278 mal 211 Zentimeter, handgeknüpft. Die Region zählt zu den ältesten Webgegenden Persiens und ist für ihre großformatigen Teppiche mit prächtigen Medaillons bekannt, für eine Musterwelt, die auf die Mitte hin komponiert ist. Dieses Stück verzichtet auf genau das. Es hat kein Medaillon, sondern ein offenes Feld, das sich ohne Zentrum über die gesamte Fläche entfaltet.
Der Grund ist ein warmes Elfenbein, fast Creme, und darauf legt sich ein dichtes Rankenwerk aus Palmetten und gezackten Blättern, das sich ohne erkennbaren Anfang und ohne Ende über den Teppich zieht. Rostrot, gedecktes Rosa, Salbeigrün, Camel und ein zartes Taubenblau tragen die Blüten, mal dichter, mal lockerer gesetzt, sodass der Blick nie an einem Punkt hängen bleibt. Eine breite, tiefnavy Bordüre mit eigenem floralem Rapport fasst das Ganze und gibt der offenen Fläche darin erst ihren Halt.
Für ein Muster ohne Zentrum braucht der Knüpfer keinen symmetrischen Bauplan, wohl aber ein sicheres Gefühl für Rhythmus, damit die Ranke gleichmäßig fließt und sich nirgends staut oder ausdünnt. Bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter lässt sich diese Feinheit der Linien sauber umsetzen, ohne dass die Blätter grob oder die Zwischenräume unruhig wirken. Der Flor ist handgesponnene Wolle auf Baumwollkette, und weil handgesponnenes Garn nie ganz gleichmäßig dick ist, nimmt es das Licht ungleichmäßig auf, was den Farben genau jenen leichten Glanz gibt, der die Motive vom matten Grund abhebt. Bei zwölf Millimetern Florhöhe bleibt die Oberfläche dabei fein und dicht, nicht wuchtig.
In einem Esszimmer oder als Mittelpunkt einer Wohnzimmer-Sitzgruppe entfaltet dieser Teppich seine Wirkung am besten, denn die offene, elfenbeinfarbene Fläche hält den Raum hell, während die dunkle Bordüre ihm einen klaren Rahmen gibt und ihn nicht ausfransen lässt. Auf hellem Parkett wärmt er den Boden, neben dunklen Möbeln hält er mit der Bordüre mühelos dagegen. Unter dem Fuß ist er dicht und fest, gemacht für ein Zimmer, in dem tatsächlich gelebt wird, nicht nur geschaut. Wandert das Tageslicht über die Fläche, wechseln Rosa, Grün und Camel ihre Tiefe, und genau das ist es, was man an einem Teppich ohne Zentrum jeden Tag aufs Neue entdeckt.
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Feines Qualitätsgewebe
Mit 278 × 211 cm (5,87 m²) ist das ein großer Teppich. Er passt unter eine Sitzgruppe, wenn die Vorderfüße von Sofa und Sesseln daraufstehen, oder unter einen Esstisch für vier. Für sechs Personen am Tisch rechnet man rund 80 cm Umlauf und braucht mehr.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 5,87 m² sind das rund 1,2 bis 1,5 Millionen einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 534247