
Bidjar Garus | Exclusive
320 × 140 cm
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Ein Garrous aus dem kurdischen Bijar-Gebiet im Nordwesten des Iran, 257 mal 143 Zentimeter, geknüpft von kurdischen Stämmen in den Hochlagen rund um Bijar. Der Name verweist auf jene bergige Region, deren Teppiche für eine fast eisenharte Dichte berühmt sind, eine Tradition, die man auch unter der Schreibweise Garrus kennt. Dieses Stück trägt drei Medaillons statt eines einzigen, eine seltenere Anlage als das gewohnte Einzelmedaillon der Region.
Der erste Eindruck ist ein tiefes Ziegelrot, aus dem sich in der Mitte ein dunkles Navy-Medaillon erhebt. Zwei kleinere Medaillons flankieren es, rot und blau gehalten, eher anker- als rautenförmig geschnitten – die drei Formen wirken wie eine Kette, nicht wie eine bloße Wiederholung. Ein feines Blumengitter füllt das rote Feld dicht bis an den Rand. Nach außen geht das Rot in ein stahlblaues Feld mit kleinteiligem Mahi-Muster über, bevor eine breite Navy-Bordüre mit rosa-roten Rosen den Teppich schließt und gut ein Sechstel seiner Breite einnimmt.
Handgeknüpft aus handgesponnener Wolle auf einer Kette aus Baumwolle, bringt es dieser Garrous auf 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter – jene Dichte, für die Bijar-Teppiche seit Generationen berühmt sind. So viele Knoten auf so kleiner Fläche verlangen feines Garn und viel Geduld, und genau das erklärt, warum das Blumengitter im Feld so scharf steht. Eine Weberin hat das Muster ohne gezeichnete Vorlage aus dem Gedächtnis geknüpft, Monate lang, Reihe für Reihe – die leichten Unregelmäßigkeiten in den äußeren Medaillons sind die Spur dieser Hand. Sechzig bis achtzig Jahre alt, hat der Teppich seine Dichte längst bewiesen.
Auf dieser Fläche passt der Teppich unter einen Esstisch für vier bis sechs Personen oder als Anker einer Sitzgruppe im Wohnzimmer. Das Ziegelrot hält dunklem Boden ebenso stand wie hellem Parkett, und die Navy-Bordüre gibt dunklen Möbeln etwas zum Aufgreifen. Unter den Füßen liegt der Flor dicht und fest, gemacht für den täglichen Gang, nicht für die Vitrine. Wandert das Licht über das Feld, treten die drei Medaillons nacheinander hervor – und genau dieses Nacheinander bleibt es, das man Tag für Tag neu bemerkt.
Mehr über Garrous-Teppiche: Herkunft, Machart und woran Sie ein echtes Stück erkennen
Feines Qualitätsgewebe
Mit 257 × 143 cm (3,68 m²) ist das ein mittelgroßer Teppich. Er passt vor ein Sofa, vor ein Bett oder in ein Arbeitszimmer. Für einen Esstisch ist er zu klein — dort braucht man rund 80 cm Umlauf, damit ein Stuhl beim Zurückschieben nicht über die Kante kippt.
Ja, von Hand geknüpft — Knoten für Knoten an einem Webstuhl, nicht maschinell gefertigt. Die Dichte liegt bei 201.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter; auf 3,68 m² sind das rund 740.000 bis 920.000 einzelne Knoten, jeder davon von Hand gesetzt.
Handgesponnene Wolle enthält noch ihr eigenes Lanolin, und das lässt Flüssigkeit einen Moment lang auf der Oberfläche stehen: schnell abtupfen, mit klarem Wasser und einem hellen Tuch, von außen nach innen und ohne zu reiben. Sonst genügt regelmäßiges Saugen in Florrichtung. Drehen Sie den Teppich ein- bis zweimal im Jahr, damit Licht und Tritt gleichmäßig ankommen.
Wir sind in der Hamburger Speicherstadt. Sehen Sie sich diesen Teppich in Ruhe bei Tageslicht an, oder schreiben Sie uns — es antwortet ein Mensch.
Zertifikat inklusive, das Herkunft, Materialien und Handwerkskunst bestätigt.
Ref: 583256